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Tödliche Pilzvergiftungen in Kalifornien erreichen Rekordniveau

jggrz (CC0), Pixabay
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Kalifornien erlebt derzeit die schlimmste bekannte Welle tödlicher Pilzvergiftungen in der Geschichte der USA. Seit November wurden bereits 47 Fälle bestätigt. Vier Menschen starben, mindestens vier weitere mussten sogar eine Lebertransplantation erhalten.

Die Behörden schlagen Alarm, denn normalerweise gibt es im gesamten Bundesstaat weniger als fünf schwere Fälle pro Jahr.

Hochgiftige Pilze breiten sich aus

Verantwortlich sind vor allem sogenannte Knollenblätterpilze und andere hochgiftige Arten wie der „Destroying Angel“. Besonders gefährlich: Viele dieser Pilze sehen essbaren Sorten täuschend ähnlich.

Die Fälle verteilen sich inzwischen auf mindestens zwölf Bezirke in Nordkalifornien und an der Central Coast. Zuletzt mussten drei Menschen ins Krankenhaus eingeliefert werden, nachdem sie selbst gesammelte Waldpilze gegessen hatten.

Ganze Familien betroffen

Besonders tragisch: In mehreren Fällen erkrankten gleich mehrere Angehörige gleichzeitig, weil sie dieselben gesammelten Pilze gegessen hatten.

Die Gesundheitsbehörden berichten zudem, dass Betroffene aus ganz unterschiedlichen Altersgruppen stammen – vom Kleinkind bis zu Senioren. Viele Erkrankte sprechen Spanisch, Mandarin, Russisch oder Ukrainisch. Deshalb setzen die Behörden inzwischen auf mehrsprachige Warnkampagnen.

Symptome kommen oft zu spät

Das Gefährliche an den Giftpilzen: Die ersten Beschwerden treten häufig erst viele Stunden später auf. Dann kann es bereits zu schweren Leberschäden kommen.

Typische Symptome sind:

  • starke Übelkeit
  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Bauchkrämpfe
  • Verwirrung

Besonders wichtig: Kochen, Braten oder Einfrieren macht die Pilze nicht ungefährlich.

Behörden warnen eindringlich

Experten raten inzwischen dringend davon ab, in Kalifornien wild wachsende Pilze zu essen. Auch Kinder und Haustiere sollen von Pilzen ferngehalten werden.

Warum sich die tödlichen Fälle dieses Jahr so massiv häufen, ist noch unklar. Fachleute vermuten jedoch, dass ungewöhnlich starke Regenfälle das Pilzwachstum begünstigt haben könnten.

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