Die meisten Menschen in den USA konsumieren deutlich mehr Salz als empfohlen. Durchschnittlich liegt die tägliche Aufnahme laut Ernährungsexperten bei rund 3400 Milligramm Natrium – deutlich über den empfohlenen Grenzwerten. Hauptursache seien dabei nicht Salzstreuer am Esstisch, sondern stark verarbeitete Lebensmittel, Fertiggerichte und Restaurantessen.
Ernährungswissenschaftler betonen allerdings, dass Salz keineswegs grundsätzlich ungesund sei. Natrium zählt zu den wichtigsten Elektrolyten des Körpers und übernimmt zentrale Aufgaben: Es reguliert den Flüssigkeitshaushalt, unterstützt die Nervenfunktionen und ist für Muskelbewegungen notwendig.
Ein gravierender Natriummangel komme zwar selten vor, könne aber zu Beschwerden wie Übelkeit, Verwirrtheit oder im Extremfall sogar Krampfanfällen führen.
Problematisch wird es vor allem bei dauerhaft überhöhter Salzaufnahme. Zu viel Natrium sorgt dafür, dass der Körper Wasser einlagert. Dadurch steigt das Blutvolumen – und das Herz muss stärker arbeiten. Die Folge können Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und ein erhöhtes Schlaganfallrisiko sein.
Darüber hinaus sehen Studien Zusammenhänge zwischen hohem Salzkonsum und weiteren gesundheitlichen Problemen. Dazu gehören Nierenerkrankungen, verringerte Knochendichte sowie möglicherweise auch ein erhöhtes Risiko für Magenkrebs.
Viele Menschen kennen zudem die kurzfristigen Folgen: aufgeblähter Bauch, starker Durst oder ein allgemeines Gefühl von Trägheit.
Die American Heart Association empfiehlt Erwachsenen maximal 2300 Milligramm Natrium pro Tag – idealerweise sogar nicht mehr als 1500 Milligramm. Besonders wichtig sei das für Menschen mit Bluthochdruck oder erhöhtem Herzrisiko.
Experten raten dazu, vor allem bei Fertigprodukten genauer auf die Nährwertangaben zu schauen. Lebensmittel mit weniger als 140 Milligramm Natrium pro Portion gelten als natriumarm.
Hilfreich sei außerdem, häufiger selbst zu kochen und frische Lebensmittel zu verwenden. Kräuter, Knoblauch, Zitronensaft oder Gewürze könnten Geschmack liefern, ohne zusätzlich Salz einzusetzen.
Auch ein einfacher Trick könne helfen: Konserven wie Bohnen oder Gemüse vor dem Verzehr gründlich abspülen, um überschüssiges Natrium zu reduzieren.
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