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Weltfrieden weiter auf „Vielleicht später“ verschoben

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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Die gute Nachricht zuerst: Es gibt noch Gespräche über eine Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran. Die schlechte Nachricht: Währenddessen schießen beide Seiten weiter fröhlich Raketen, Drohnen und Drohungen durch die Gegend.

Nachdem die USA erneut iranische Ziele rund um die Straße von Hormus angegriffen hatten, meldete der Iran prompt einen Gegenschlag auf einen amerikanischen Militärstützpunkt in Kuwait. Kuwait wiederum fing die Raketen ab und durfte sich anschließend solidarische Liebesbekundungen aus der gesamten Golfregion anhören.

US-Präsident Donald Trump erklärte derweil gewohnt entspannt, man sei mit dem bisherigen Verhandlungsergebnis „nicht zufrieden“. Übersetzt bedeutet das offenbar:
„Wir verhandeln weiter – bombardieren aber sicherheitshalber trotzdem.“

Auch der Iran zeigte sich kompromissbereit und kündigte an, jede weitere Verletzung der Waffenruhe „mit Gewalt“ zu beantworten. Diplomaten nennen so etwas vermutlich „schwierige Gesprächsatmosphäre“.

Besonders spannend bleibt die Lage rund um die Straße von Hormus, durch die normalerweise ein großer Teil des weltweiten Öls transportiert wird. Dort blockieren inzwischen beide Seiten gegenseitig Schiffe, Drohnen und vermutlich auch den letzten Rest gesunden Menschenverstands.

Immerhin gibt es auch Gewinner:
Die Ölpreise fahren Achterbahn, Analysten haben Hochkonjunktur und Nachrichtensender können ihre „Breaking News“-Grafiken endlich rund um die Uhr laufen lassen.

Parallel dazu bemüht sich Pakistan erneut als Vermittler zwischen Washington und Teheran. Man könnte sagen:
Wenn inzwischen Pakistan die Erwachsenen im Raum spielt, ist die Lage vermutlich wirklich ernst.

Israel mischt natürlich ebenfalls weiter mit und griff erneut Ziele der Hisbollah im Libanon an. Der Nahe Osten bleibt damit auch 2026 zuverlässig die einzige Region der Welt, in der eine Waffenruhe oft nur die kurze Werbepause zwischen zwei Eskalationen ist.

Und während die Welt gespannt auf ein Friedensabkommen wartet, fragen sich viele Menschen vermutlich nur noch:
„Könnte vielleicht irgendjemand für fünf Minuten aufhören, Raketen zu starten?“

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