In der jüngsten Ausgabe von TGI TV wurde von Helmut Kaltenegger einmal mehr angekündigt, künftig „Klartext“ reden zu wollen. Eine Ankündigung, die grundsätzlich zu begrüßen ist. Gerade Unternehmen, die Finanz- oder Goldprodukte vertreiben, sollten größten Wert auf Transparenz legen. Schließlich geht es um das Vertrauen der Kunden und oftmals um erhebliche Vermögenswerte.
Doch Klartext bedeutet mehr als markige Worte oder emotionale Auftritte vor der Kamera.
Klartext bedeutet vor allem: Behauptungen müssen belegbar sein.
Große Ankündigungen
Im aktuellen Livestream wurden zahlreiche Aussagen getroffen, die aufhorchen lassen.
Unter anderem ist die Rede von:
- einem Bond, der künftig bei Euroclear gelistet sein soll,
- Vermögenswerten von zunächst rund 500 Millionen Euro,
- einer geplanten Steigerung auf zwei bis drei Milliarden Euro,
- weiteren Goldminen, die erworben worden seien,
- umfangreichen Vermögenswerten zur Absicherung der Kunden,
- sowie zusätzlichen Sicherheiten für alle Goldkäufer.
Darüber hinaus wird mehrfach erklärt, dass sämtliche Kunden vollständig abgesichert seien und der angekündigte Bond künftig als zusätzlicher Sicherheitsmechanismus dienen werde. Gleichzeitig wird angekündigt, man werde Experten einladen, die die Konstruktion erläutern sollen.
Das alles klingt beeindruckend.
Doch gerade weil die Aussagen so weitreichend sind, stellen sich zwangsläufig Fragen.
Vertrauen entsteht durch Dokumente
Im Finanzbereich genügt es nicht, etwas zu behaupten.
Dort gilt seit Jahrzehnten ein einfacher Grundsatz:
Je außergewöhnlicher ein Geschäftsmodell erscheint, desto wichtiger sind unabhängige Nachweise.
Wer erklärt, Vermögenswerte im Umfang von mehreren hundert Millionen Euro zu besitzen, sollte diese selbstverständlich auch dokumentieren können.
Wer behauptet, Goldminen erworben zu haben, kann entsprechende Kaufverträge oder Registereinträge vorlegen.
Wer erklärt, Goldbestände vorzuhalten, sollte Lagerbestätigungen unabhängiger Verwahrer veröffentlichen können.
Wer von einer Bond-Struktur spricht, die über Euroclear abgewickelt werden soll, kann nach erfolgter Registrierung die entsprechenden Dokumente präsentieren.
Und wer erklärt, sämtliche Kunden seien vollständig abgesichert, sollte nachvollziehbar erläutern können, wodurch diese Absicherung konkret erfolgt und welche rechtlichen Ansprüche daraus entstehen.
Viele Aussagen – viele offene Fragen
Gerade das aktuelle Video wirft zahlreiche Fragen auf.
So wird erklärt, dass der Bond bereits existiere und lediglich noch die technische Listung bei Euroclear erfolge. Gleichzeitig wird von Vermögenswerten gesprochen, die als Sicherheit dienen sollen.
Hier stellen sich unter anderem folgende Fragen:
- Wer ist der Emittent des Bonds?
- Welcher Prospekt liegt diesem Finanzinstrument zugrunde?
- Wurde ein Prospekt von einer zuständigen Aufsichtsbehörde gebilligt, sofern dies rechtlich erforderlich ist?
- Welche Vermögenswerte sichern den Bond tatsächlich ab?
- Wer hat diese Vermögenswerte bewertet?
- Existieren unabhängige Bewertungsgutachten?
- Wer verwahrt das Gold?
- Gibt es unabhängige Wirtschaftsprüfer, die diese Bestände bestätigt haben?
- Wer kontrolliert die behaupteten Minenbeteiligungen?
Gerade im Finanzbereich sind solche Informationen keine Besonderheit.
Sie gehören vielmehr zum Standard jeder transparenten Vermögensstruktur.
Das Thema Prospekt
Ein weiterer Punkt verdient besondere Aufmerksamkeit.
In der Sendung wird mehrfach über neue Produkte, Goldmodelle und zusätzliche Sicherheiten gesprochen.
Sollten hierbei Finanzinstrumente öffentlich angeboten werden, stellt sich zwangsläufig die Frage nach den jeweils geltenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen.
Ein Prospekt ist kein bürokratisches Hindernis.
Er dient dem Schutz der Anleger.
Darin müssen unter anderem Risiken, Geschäftsmodell, Vermögenslage und Verantwortlichkeiten offengelegt werden.
Ob für ein konkretes Angebot tatsächlich eine Prospektpflicht besteht, hängt selbstverständlich von der jeweiligen rechtlichen Ausgestaltung und den anwendbaren Vorschriften ab.
Gerade deshalb wäre es hilfreich, wenn das Unternehmen hierzu eindeutig Stellung beziehen würde.
Nachweise statt Diskussionen
Bemerkenswert ist auch, dass in der Sendung mehrfach betont wird, Kritiker würden falsche Behauptungen aufstellen und Aufsichtsbehörden würden sich irren. Gleichzeitig wird angekündigt, künftig weniger zu reden und stattdessen mehr zeigen zu wollen.
Genau darin liegt der entscheidende Punkt.
Wenn Unterlagen existieren, sollten sie veröffentlicht werden.
Nicht selektiv.
Nicht in Form einzelner Screenshots.
Sondern vollständig und nachvollziehbar.
Dazu könnten beispielsweise gehören:
- aktuelle testierte Jahresabschlüsse,
- Nachweise über Goldbestände,
- Verwahrbestätigungen,
- Eigentumsnachweise der Minen,
- Beteiligungsverträge,
- Bewertungsberichte,
- die angekündigte Euroclear-Dokumentation,
- gegebenenfalls ein gebilligter Prospekt,
- sowie unabhängige Prüfberichte.
Damit würden viele Diskussionen vermutlich innerhalb weniger Minuten beendet.
Eine faire Bitte an Herrn Kaltenegger
Sehr geehrter Herr Kaltenegger,
Sie haben angekündigt, künftig Klartext reden zu wollen.
Das ist ausdrücklich zu begrüßen.
Noch überzeugender wäre allerdings, wenn den Worten nun nachvollziehbare Belege folgen würden.
Zeigen Sie die Unterlagen.
Zeigen Sie die Eigentumsnachweise der Goldbestände.
Zeigen Sie die Dokumentation der Minenbeteiligungen.
Veröffentlichen Sie die angekündigte Euroclear-Registrierung des Bonds, sobald diese abgeschlossen ist.
Erklären Sie transparent die rechtliche Struktur des aktuellen Geschäftsmodells.
Legen Sie – soweit gesetzlich erforderlich – die entsprechenden Prospektunterlagen oder erläutern Sie nachvollziehbar, weshalb nach Ihrer Auffassung keine Prospektpflicht besteht.
Denn Transparenz entsteht nicht dadurch, dass man erklärt, transparent zu sein.
Transparenz entsteht dadurch, dass unabhängige Dritte die behaupteten Tatsachen überprüfen können.
Fazit
Niemand sollte ein Unternehmen allein aufgrund von Gerüchten beurteilen.
Genauso wenig sollten Kunden allein aufgrund von Ankündigungen investieren.
Gerade im Finanzbereich gilt ein einfacher Grundsatz:
Behauptungen schaffen Aufmerksamkeit.
Dokumente schaffen Vertrauen.
Wenn sämtliche angekündigten Vermögenswerte, Goldbestände, Minenbeteiligungen und Sicherheiten tatsächlich in der dargestellten Form existieren, dann dürfte ihre nachvollziehbare Offenlegung der überzeugendste Beweis für die Seriosität des Geschäftsmodells sein.
Und genau das wäre am Ende der eigentliche Klartext.
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Auf Trustpilot erster Kunde der seit Mai nicht gezahlter Rabatte urgiert!
Scheint loszugehen….
Und ein anderer behauptet, der Mietvertrag in Vaduz sei gekündigt und nennt einen namentlich benannten Makler als Quelle.
https://www.axalo-immobilien.com/detail/3083-immobilie-mit-vielseitigen-nutzungsmoeglichkeiten-an/?status=none
Da steht allerdings nichts von Leerstand, Eigentümer können ja auch vermietete Objekte verkaufen.
Gut, dass die Immobilie verkauft wird, sagt ja noch nichts über die bestehenden Mietverträge.
Dies hat mit den neuen Verträgen zu tun und ist im 1. Monat somit absolut normal bis die Ersten Rabatte folgen. Wahrscheinlich ist der Kund darüber nicht ganz informiert. Eine Mail am dem Support reicht, da bekommt er garantiert eine Antwort innerhalb ein paar Stunden.
Das scheint der Mann ja probiert zu haben, er schreibt „Dazu möchte die TGI AG per E-Mail oder am Telefon keine Auskunft geben und ändert auch nichts an den Angaben im Dashboard.“
Ich kann das natürlich nicht überprüfen, kann natürlich auch jemand aus der Ostküsten-Bankenszene sein, der den Leuten die Rabatte nicht gönnt.
Vom Hundertsten ins Tausendtste kommen….
Fällt mir dazu spontan ein.
Minen,Maschinen,Milliardäre,Bonds,Krypto…
Eine Bürgschaft über eine Milliarde von Herrn Musk,Besos,Zuckerberg( ich wär da anspruchslos) könnte doch auch seitens TGI angedacht werden.
Bei all den Sicherheiten noch obendrauf!!
Was in der Folge von TGI TV „KLartext“ war, weis ich nicht. Außer einer Anleitung zum Leute einladen war da nicht wirklich viel dabei. Man ist ja nicht mal auf die neue Bafin Abwicklung eingegangen.
War wahrscheinlich gestern im Verkaufscall auch kein Thema, oder?
Die Userzahlen weisen aber auf ein Kollabieren hin, denn die haben sich aktuell halbiert.
Die Immobilie in der die TGI AG die (gemietete) Firmenzentrale hat wird verkauft.
https://www.axalo-immobilien.com/detail/3083-immobilie-mit-vielseitigen-nutzungsmoeglichkeiten-an/?status=none