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Terrorprozess gegen mutmaßlichen Anschlagsplaner auf Taylor-Swift-Konzert beginnt in Österreich

geralt (CC0), Pixabay
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In Österreich beginnt der Prozess gegen einen 21-jährigen Mann, dem vorgeworfen wird, einen terroristischen Anschlag auf ein Konzert von Taylor Swift in Wien geplant und vorbereitet zu haben.

Der österreichische Staatsbürger, der aus rechtlichen Gründen nur als Beran A. bezeichnet wird, muss sich vor Gericht in Wiener Neustadt, südlich von Wien, verantworten. Gegen ihn wurden Anklagen wegen Terrorismus und weiterer Delikte erhoben.

Er war im August 2024 kurz vor dem ersten geplanten Konzert von Taylor Swift in Wien festgenommen worden – nach einem Hinweis des US-Geheimdienstes CIA.

Drei ausverkaufte Konzerte in Wien wurden abgesagt

Nach der Warnung wurden alle drei ausverkauften Konzerte der US-Sängerin im Ernst-Happel-Stadion abgesagt.

Insgesamt wurden mehr als 195.000 Besucherinnen und Besucher erwartet.

Tausende enttäuschte Fans zogen daraufhin durch die Straßen Wiens, sangen gemeinsam und tauschten die für Taylor Swift typischen Freundschaftsarmbänder aus.

Taylor Swift erklärte später, ihre Tour habe eine „Massaker-Situation nur knapp vermieden“, weil die CIA den Anschlagsplan rechtzeitig aufgedeckt habe.

Schwere Terrorvorwürfe gegen den Angeklagten

Laut der Staatsanwaltschaft wird Beran A. vorgeworfen,

  • Mitglied einer terroristischen Vereinigung zu sein,
  • den Anschlag auf das Konzert geplant und vorbereitet zu haben,
  • dem sogenannten „Islamischen Staat“ (IS) die Treue erklärt zu haben,
  • im Internet IS-Propaganda verbreitet zu haben,
  • Sprengstoff hergestellt zu haben,
  • sowie versucht zu haben, illegal Waffen zu kaufen.

Seine Anwältin Anna Mair erklärte, ihr Mandant werde sich teilweise schuldig bekennen.

Nach Angaben der Ermittler soll Beran A. im Internet Anleitungen zum Bau einer Splitterbombe beschafft haben. Verwendet werden sollte demnach der hochexplosive Stoff TATP (Triacetontriperoxid).

Die Staatsanwaltschaft betont, dass der geplante Bombentyp typisch für frühere IS-Anschläge gewesen sei.+

Vorwurf: Kontakt zu IS-Mitgliedern und Waffenkäufe geplant

Den Ermittlern zufolge soll Beran A. von anderen Mitgliedern des IS im Umgang mit Sprengstoff geschult worden sein.

Zudem soll er mehrfach versucht haben,

  • verschiedene Schusswaffen
  • sowie eine Handgranate

über illegale Händler zu erwerben, um diese nach Österreich zu bringen.

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft begann die konkrete Anschlagsplanung spätestens am 21. Juli 2024.

Festgenommen wurde Beran A. am 7. August 2024, also nur einen Tag vor dem ersten Konzert.

Zweiter Angeklagter soll Teil einer IS-Zelle gewesen sein

Ebenfalls in Wiener Neustadt steht ein weiterer 21-jähriger Mann, der als Arda K. identifiziert wird, vor Gericht.

Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit Beran A. Teil einer IS-Zelle gewesen zu sein.

Beide sollen außerdem weitere Anschläge in

  • Mekka
  • Istanbul
  • und Dubai

geplant haben.

Zum Zeitpunkt der mutmaßlichen Tat waren beide noch im Teenageralter.

Im Falle einer Verurteilung drohen ihnen bis zu 20 Jahre Haft.

Bereits Verurteilung in Deutschland wegen Unterstützung

Bereits im vergangenen Jahr wurde in Deutschland ein Jugendlicher wegen Unterstützung bei der Vorbereitung des vereitelten Anschlags verurteilt.

Der syrische Staatsangehörige Mohammed A. erhielt eine 18-monatige Bewährungsstrafe.

Laut Staatsanwaltschaft half er Beran A. dabei,

  • Bombenbau-Anleitungen aus dem Arabischen zu übersetzen
  • und den Kontakt zu einem IS-Mitglied herzustellen.

Prozess soll bis Ende Mai dauern

Der Prozess in Wiener Neustadt soll voraussichtlich bis Ende Mai andauern.

Taylor Swift erfuhr laut einer Dokumentation über die Eras Tour erst auf dem Flug nach Österreich von dem vereitelten Anschlagsplan.

Bei der Premiere ihrer sechsteiligen Disney+-Dokumentation in New York sagte sie gegenüber ausgewählten Medien, darunter auch der BBC, dass ihre Tour nur knapp einer Katastrophe entgangen sei.

Nach 20 Jahren auf der Bühne sei die Angst, dass ihren Fans etwas zustoßen könnte, für sie eine neue Erfahrung gewesen.

Kurz nach dem Vorfall schrieb Swift 2024 in den sozialen Medien:

„Die Absage unserer Wien-Konzerte war verheerend.
Aber ich war den Behörden auch unglaublich dankbar – denn dank ihnen trauerten wir um abgesagte Konzerte und nicht um Menschenleben.“

Eras Tour war historisch erfolgreich

Die Eras Tour begann im März 2023 und endete im Dezember 2024.

Die Konzertreihe führte Taylor Swift über fünf Kontinente, verkaufte mehr als 10,1 Millionen Tickets und war die erste Tournee der Geschichte, die die Marke von 1 Milliarde US-Dollar Ticketumsatz überschritt.

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