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Teheran und London

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Der Konflikt um den Iran verschärft sich weiter – nun auch diplomatisch zwischen Teheran und London. Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat Großbritannien scharf gewarnt und die Nutzung britischer Militärbasen durch die USA als „Beteiligung an einer Aggression“ bezeichnet.

In einem Telefonat mit der britischen Außenministerin Yvette Cooper machte Araghtschi deutlich, dass Teheran jede Form der Unterstützung für US-Militäroperationen als feindlichen Akt werte. Dies werde „in der Geschichte der bilateralen Beziehungen vermerkt“ bleiben, erklärte er laut einer im Anschluss veröffentlichten Stellungnahme. Zugleich behalte sich der Iran das Recht vor, seine Souveränität zu verteidigen.

Die britische Regierung weist den Vorwurf zurück. London hatte den USA nach eigenen Angaben nicht erlaubt, seine Stützpunkte für offensive Angriffe auf Iran zu nutzen. Erst im weiteren Verlauf des Konflikts sei eine Nutzung für defensive Maßnahmen genehmigt worden – als Reaktion auf iranische Raketenangriffe.

Aus dem Außenministerium hieß es, Cooper habe in dem Gespräch die „rücksichtslosen Angriffe“ Irans verurteilt und insbesondere die Störung sowie zeitweise Blockade der Straße von Hormus kritisiert. Zudem habe sie Teheran vor Angriffen auf britische Einrichtungen gewarnt und ein Ende von Attacken auf zivile Infrastruktur gefordert.

Der Streit fällt in eine Phase wachsender Spannungen im Nahen Osten. US-Präsident Donald Trump hatte Großbritannien zuletzt wiederholt aufgefordert, sich stärker militärisch zu engagieren. Premierminister Keir Starmer hält hingegen an einem zurückhaltenderen Kurs fest und betont, im Interesse Großbritanniens zu handeln.

Zugleich gewinnt die wirtschaftliche Dimension des Konflikts an Gewicht. Die Unsicherheit rund um die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Handelsrouten für Öl – hat den Schiffsverkehr stark reduziert und die Energiepreise deutlich steigen lassen. Starmer setzt nach eigenen Angaben auf eine internationale Lösung, um die Route wieder zu öffnen, warnt jedoch vor den Folgen eines anhaltenden Konflikts für die Lebenshaltungskosten.

Innenpolitisch wächst ebenfalls der Druck auf die Regierung. Die britischen Grünen fordern, jegliche militärische Unterstützung für die USA einzustellen und eine mögliche Verstrickung in einen „illegalen Krieg“ zu vermeiden.

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