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Taco Bell startet in Deutschland: Erste Filiale eröffnet in Köln

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US-Fast-Food-Kette kommt nach jahrelanger Verzögerung auf den deutschen Markt – Premiere am Kölner Hohenzollernring

Nach mehreren Anläufen ist es nun offenbar tatsächlich so weit: Taco Bell eröffnet seine erste regulär zugängliche Filiale in Deutschland.

Der Auftakt erfolgt in Köln.

Am Hohenzollernring 50 laufen derzeit die letzten Umbauarbeiten. In den Räumen einer früheren Sausalitos-Filiale sollen voraussichtlich Ende September 2026 erstmals Tacos, Burritos, Nachos und Quesadillas unter dem Taco-Bell-Logo verkauft werden.

Noch ist das Restaurant eine Baustelle. Die Küche ist bereits eingebaut, die Inneneinrichtung soll folgen und auch die ersten Mitarbeiter werden nach Angaben der Betreiber bereits geschult.

Damit endet für deutsche Fans der US-Kette eine lange Wartezeit.

Bisher nur auf US-Militärstützpunkten

Ganz unbekannt ist Taco Bell in Deutschland allerdings nicht.

Bislang gab es Restaurants der Marke lediglich auf amerikanischen Militärstützpunkten. Diese waren für die breite Öffentlichkeit jedoch nicht zugänglich.

Für normale Kunden ist die neue Filiale in Köln deshalb tatsächlich eine Premiere.

Ein früherer Versuch, Taco Bell regulär nach Deutschland zu bringen, war im Jahr 2025 nach Streitigkeiten mit einem damaligen Geschäftspartner gescheitert.

Nun setzt das Unternehmen auf ein neues Expansionsmodell.

Sechs regionale Partner statt eines großen Franchisenehmers

Statt die Deutschland-Rechte an einen einzigen Franchisepartner zu vergeben, arbeitet Taco Bell künftig mit sechs regionalen sogenannten Area Developern.

Für Köln und das Rheinland ist die Feel Better Holding aus Koblenz zuständig.

Geschäftsführer sind Peter Gries und Lars Krämer. Ihr Verantwortungsgebiet reicht von Bonn bis Kleve.

Die Kölner Filiale soll nun den Startschuss für die Expansion in dieser Region geben.

Warum ausgerechnet Köln als erste Stadt ausgewählt wurde, begründen die Betreiber mit dem besonderen Charakter der Stadt.

Auf Instagram bezeichnete das Unternehmen Köln als „laut, inklusiv, bunt und tolerant“.

Auch Lars Krämer sieht die Stadt als idealen Startpunkt.

Der Umbau befinde sich bereits in der Schlussphase. Gleichzeitig werde ein internationales Team aufgebaut. Nach seinen Angaben arbeiten dort Beschäftigte aus 24 verschiedenen Nationen.

Menü soll sich stark am US-Angebot orientieren

Auch kulinarisch soll die deutsche Version von Taco Bell vergleichsweise nah am amerikanischen Original bleiben.

Ein komplett identisches Menü wird es zwar nicht geben.

Nach Angaben der Betreiber soll das Angebot dem US-Sortiment jedoch weitgehend entsprechen.

Zu erwarten sind unter anderem:

Tacos,

Burritos,

Quesadillas,

Nachos

sowie vegetarische Alternativen.

Das endgültige Menü soll in den kommenden Tagen über die sozialen Netzwerke veröffentlicht werden.

Eröffnung für Ende September geplant

Wenn die restlichen Umbauarbeiten planmäßig verlaufen, soll die erste Filiale Ende September 2026 eröffnen.

Damit dürfte Köln für Taco Bell eine Art Testmarkt für die weitere Expansion in Deutschland werden.

Die Lage am Hohenzollernring ist dabei strategisch interessant.

Das Gebiet gehört zu den stark frequentierten Ausgeh- und Gastronomiebereichen der Stadt und könnte der Kette entsprechend hohe Sichtbarkeit verschaffen.

Ob sich das amerikanische Konzept langfristig auf dem deutschen Fast-Food-Markt behaupten kann, muss sich allerdings erst zeigen.

Denn die Konkurrenz ist groß.

McDonald’s, Burger King, KFC sowie zahlreiche kleinere Fast-Food- und Streetfood-Konzepte kämpfen bereits um dieselbe Kundschaft.

Taco Bell gehört zu Yum! Brands

Taco Bell wurde 1962 von Glen Bell in Kalifornien gegründet.

1978 wurde das Unternehmen von PepsiCo übernommen.

Heute gehört die Marke zum US-Konzern Yum! Brands, zu dessen Portfolio unter anderem auch KFC gehört.

Weltweit betreibt Taco Bell inzwischen rund 9.000 Restaurants.

Ein Großteil davon wird im Franchise-System geführt.

Damit gehört Taco Bell international längst zu den größten Fast-Food-Marken.

Deutschland war bislang allerdings ein auffälliger weißer Fleck auf der Landkarte.

Das soll sich nun ändern.

Köln wird zum Test für den deutschen Markt

Der Start in Köln dürfte deshalb weit über eine einzelne Restaurant-Eröffnung hinausgehen.

Für Taco Bell geht es um die Frage, ob sich das Konzept auch in Deutschland dauerhaft etablieren lässt.

Die Marke setzt dabei auf einen hohen Wiedererkennungswert, ein starkes US-Image und eine Speisekarte, die sich bewusst von klassischen Burger-Ketten unterscheidet.

Gerade Burritos, Tacos und Quesadillas sind zwar längst auch in Deutschland verbreitet.

Eine international bekannte Fast-Food-Marke mit flächendeckendem Filialnetz existiert in diesem Segment hierzulande bislang jedoch kaum.

Sollte der Start in Köln erfolgreich verlaufen, könnten daher weitere Standorte relativ schnell folgen.

Fazit

Nach jahrelangen Ankündigungen und einem gescheiterten ersten Anlauf wagt Taco Bell nun den regulären Start in Deutschland.

Die erste öffentlich zugängliche Filiale soll Ende September 2026 am Hohenzollernring 50 in Köln eröffnen.

Der Betreiber setzt dabei auf ein regionales Expansionsmodell, ein weitgehend am US-Angebot orientiertes Menü und einen prominenten Innenstadtstandort.

Für Taco Bell beginnt damit ein neuer Testmarkt.

Für deutsche Fans der Marke endet dagegen vor allem eines:

das Warten auf den ersten frei zugänglichen Burrito von Taco Bell in Deutschland.

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