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„Supergirl“ sorgt mit düsterem Finale für Diskussionen

Hansuan_Fabregas (CC0), Pixabay
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Achtung, Spoiler! Der neue DC-Film „Supergirl“ mit Milly Alcock sorgt nach seinem Kinostart nicht nur wegen spektakulärer Action für Gesprächsstoff. Vor allem das überraschend harte Finale und die deutlich andere Interpretation der Titelheldin gegenüber Superman beschäftigen Fans weltweit.

Kara geht ihren eigenen Weg

Im Mittelpunkt des Films steht Kara Zor-El, die sich gemeinsam mit der jungen Ruthye auf eine gefährliche Reise begibt, um ihren vergifteten Hund Krypto zu retten. Auf ihrer Mission trifft sie auf den Kopfgeldjäger Lobo sowie den skrupellosen Krem, der Ruthyes Eltern ermordet hat.

Im großen Finale besiegt Kara ihren Gegner und verhindert zunächst, dass Ruthye aus Rache selbst zur Mörderin wird. Doch nachdem das Mädchen den Tatort verlässt, trifft Kara selbst eine folgenschwere Entscheidung: Sie tötet Krem mit mehreren Schwerthieben.

Eine Superheldin mit Grautönen

Hauptdarstellerin Milly Alcock verteidigt diese Szene. Aus ihrer Sicht wolle Kara Ruthye davor bewahren, ihr Leben mit einer Gewalttat zu belasten.

Gleichzeitig zeige der Film, dass Kara anders denke als ihr berühmter Cousin Clark Kent. Während Superman selbst gegenüber seinem Erzfeind Lex Luthor auf Rechtsstaatlichkeit vertraut, entscheidet sich Kara für einen deutlich kompromissloseren Weg.

Regisseur Craig Gillespie sieht darin keinen Bruch mit der Figur, sondern den Moment, in dem Supergirl ihre eigene Vorstellung davon entwickelt, was eine Heldin ausmacht.

Kein Abspann-Gag – aber ein Ausblick

Anders als viele aktuelle Superheldenfilme verzichtet „Supergirl“ auf eine klassische Post-Credit-Szene.

Die letzte Einstellung zeigt Kara auf der Erde gemeinsam mit Clark Kent. Nach ihrer langen Reise wirkt sie erstmals angekommen. Gleichzeitig deutet das Ende an, dass sie künftig eine deutlich größere Rolle im neuen DC-Kinouniversum spielen dürfte.

Bereits angekündigt wurde, dass Milly Alcock im geplanten Superman-Nachfolger „Man of Tomorrow“ (2027) erneut als Supergirl auftreten wird.

Familie statt Einigkeit

Auch wenn Superman und Supergirl unterschiedliche moralische Vorstellungen vertreten, steht für Milly Alcock eines im Mittelpunkt: Familie.

Die Spannungen zwischen Kara und Clark seien zwar deutlich sichtbar, dennoch verbinde beide eine tiefe gegenseitige Loyalität. Gerade diese Mischung aus Konflikt, Verständnis und familiärer Nähe mache die Beziehung der beiden Figuren besonders spannend – und dürfte in den kommenden DC-Filmen weiter ausgebaut werden.

Mit seinem ungewöhnlich düsteren Finale setzt „Supergirl“ damit bewusst andere Akzente als klassische Superheldengeschichten und eröffnet dem neuen DC-Universum moralisch komplexere Erzählmöglichkeiten.

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