Manchmal schreibt die Spieleindustrie Geschichten, die spannender sind als die Spiele selbst. „Subnautica 2“ ist so ein Fall.
Der Nachfolger des legendären Unterwasser-Survival-Hits ist endlich im Early Access erschienen – und hat innerhalb von nur 24 Stunden bereits zwei Millionen Käufer angelockt. Kein Wunder: Schließlich wartet seit Jahren eine riesige Fangemeinde darauf, wieder in die dunklen Tiefen eines fremden Ozeanplaneten abzutauchen, um sich von riesigen Kreaturen erschrecken zu lassen und panisch nach Sauerstoff zu suchen.
Ein Tauchgang mit Vorgeschichte
Bevor die Spieler überhaupt ins Wasser springen konnten, tobte hinter den Kulissen ein Drama, das selbst für Hollywood zu verrückt geklungen hätte.
Das Entwicklerstudio Unknown Worlds wurde bereits 2021 vom südkoreanischen Konzern Krafton übernommen. Damals versprach man den Gründern einen Bonus von satten 250 Millionen Dollar, sobald „Subnautica 2“ veröffentlicht wird.
Eine Summe, bei der selbst Haie nervös werden.
Kurz vor dem geplanten Release kam jedoch Bewegung ins Wasser. Die Studioleitung wurde überraschend entlassen. Beobachter vermuteten schnell, dass man auf diese Weise möglicherweise die gigantische Bonuszahlung vermeiden wollte.
Besonders pikant: Branchenberichten zufolge soll eine fragwürdige Strategie sogar mit Hilfe von ChatGPT entwickelt worden sein.
Künstliche Intelligenz als Sparberater – was könnte da schon schiefgehen?
Die Antwort lieferte ein Gericht Anfang 2026: praktisch alles.
Die entlassenen Gründer wurden wieder eingesetzt, die Bonuszahlungen dürften fällig werden und Krafton durfte feststellen, dass manche Abkürzungen länger dauern als der eigentliche Weg.
Zurück in die Tiefe
Zum Glück interessiert die Spieler vor allem eines: das Abenteuer.
Und hier macht „Subnautica 2“ genau das, was Fans lieben.
Wieder strandet man auf einem fremden Wasserplaneten. Wieder beginnt alles mit einem kleinen Tauchgang. Wieder entwickelt sich daraus eine Mischung aus Forschungsreise, Bauprojekt, Nervenzusammenbruch und Begegnungen mit Kreaturen, die aussehen, als hätte die Evolution einen schlechten Tag gehabt.
Die Grundformel funktioniert auch zwölf Jahre nach dem ersten Teil erstaunlich gut.
Denn irgendwo zwischen leuchtenden Korallen, geheimnisvollen Höhlensystemen und riesigen Tiefsee-Monstern erinnert uns „Subnautica“ daran, dass Wasser gleichzeitig wunderschön und absolut furchteinflößend sein kann.
Endlich gemeinsam schreien
Die größte Neuerung erfüllt einen Wunsch, den Fans seit Jahren hatten:
Koop-Modus.
Bis zu vier Spieler können nun gemeinsam die Tiefsee erkunden.
Das bedeutet natürlich auch, dass man jetzt nicht mehr alleine panisch vor einem Leviathan davon schwimmt.
Man kann dabei zusehen, wie drei Freunde ebenfalls panisch davon schwimmen.
Technischer Fortschritt kann manchmal so einfach sein.
Noch nicht fertig – aber schon faszinierend
Natürlich steckt „Subnautica 2“ noch mitten im Early Access. Die Spielwelt ist derzeit deutlich kleiner als jene der Vorgänger, viele Inhalte fehlen noch und an einigen Stellen merkt man dem Spiel seinen Entwicklungsstatus an.
Doch bereits jetzt zeigt sich, warum die Reihe zu den erfolgreichsten Survival-Spielen aller Zeiten gehört.
Während andere Spiele versuchen, die Welt zu retten, genügt „Subnautica 2“ ein viel einfacheres Ziel:
Nicht gefressen werden.
Und manchmal ist das die spannendere Herausforderung.
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