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Streit um Arbeitsbedingungen bei Casa Bonita: Beschäftigte werfen Betreibern Sicherheitsmängel vor

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Das traditionsreiche Restaurant Casa Bonita in Denver steht wegen der Arbeitsbedingungen seiner Künstlerinnen und Künstler in der Kritik. Die Beschäftigten, die seit 2024 gewerkschaftlich organisiert sind, werfen dem Management unzureichende Sicherheitsstandards sowie zu niedrige Löhne vor. Unterstützung erhalten sie von Schauspielerin Brooke Shields, Präsidentin der Schauspielergewerkschaft Actor’s Equity.

Casa Bonita gehört seit 2021 den „South Park“-Schöpfern Trey Parker und Matt Stone. Nach einer umfassenden Millioneninvestition wurde das Restaurant 2023 wiedereröffnet und zählt heute zu den bekanntesten Touristenattraktionen in Colorado.

Gewerkschaft fordert bessere Bezahlung und mehr Sicherheit

Die rund 80 gewerkschaftlich organisierten Künstler verhandeln seit mehr als einem Jahr mit der Geschäftsführung über einen Tarifvertrag. Neben höheren Löhnen stehen vor allem Sicherheitsfragen im Mittelpunkt der Gespräche.

Nach Angaben der Gewerkschaft sollen einige Klippenspringer gesundheitliche Probleme wie Unterkühlungen und Beschwerden durch Chloreinwirkungen erlitten haben. Zudem berichten Beschäftigte in Kostümen von sexuellen Übergriffen durch Gäste. Nach Auffassung der Gewerkschaft fehlen bislang ausreichende Schutzmaßnahmen sowie verbindliche Notfall- und Sicherheitskonzepte.

Auch die Bezahlung sorgt für Kritik. Nach Angaben der Arbeitnehmer verdienen die Künstler zwischen 21 und 26 US-Dollar pro Stunde und damit deutlich weniger als Servicemitarbeiter, die zusätzlich Trinkgelder erhalten.

Brooke Shields unterstützt die Beschäftigten

Brooke Shields engagiert sich als Präsidentin von Actor’s Equity aktiv in den Tarifverhandlungen. Im März besuchte sie das Restaurant unangekündigt und übergab der Geschäftsführung persönlich ein Schreiben mit den Forderungen der Gewerkschaft.

Die Schauspielerin erklärte, man habe zunächst auf einen respektvollen Dialog gesetzt. Nachdem die Verhandlungen jedoch nur langsam vorankämen, seien öffentlichkeitswirksamere Maßnahmen notwendig geworden.

Betreiber äußern sich zurückhaltend

Casa Bonita teilte auf Anfrage mit, man schätze alle Mitarbeiter und deren Wohlergehen. Zu laufenden Tarifverhandlungen äußere sich das Unternehmen grundsätzlich nicht.

Die Eigentümer Trey Parker und Matt Stone reagierten bislang nicht auf Medienanfragen. Nach Angaben der Gewerkschaft haben die beiden zwar mehrfach das Restaurant besucht, an den bislang 14 Verhandlungsrunden jedoch nicht persönlich teilgenommen.

Kultrestaurant mit langer Geschichte

Casa Bonita gilt seit mehr als fünf Jahrzehnten als Wahrzeichen Denvers. Bekannt ist das Restaurant nicht nur für mexikanische Küche, sondern vor allem für seine aufwendigen Live-Shows mit Klippenspringern, Zauberern und Schauspielern. Die außergewöhnliche Atmosphäre machte das Lokal weit über Colorado hinaus bekannt und wurde auch in einer Episode der Zeichentrickserie „South Park“ thematisiert.

Ob und wann sich Gewerkschaft und Betreiber auf einen Tarifvertrag einigen, ist derzeit offen. Die Verhandlungen sollen in den kommenden Wochen fortgesetzt werden.

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