Die Golden State Warriors wollen es offenbar noch einmal wissen. Trainer Steve Kerr bleibt dem Klub erhalten und hat sich nach US-Medienberichten mit der Franchise auf eine Vertragsverlängerung über zwei Jahre geeinigt.
Damit ist klar: Die Warriors planen keinen radikalen Neustart, sondern setzen weiter auf ihre alte Meisterachse um Stephen Curry, Draymond Green und Jimmy Butler.
Kein Abschied nach schwieriger Saison
Zuletzt hatte es Spekulationen gegeben, Kerr könne nach der enttäuschenden Saison zurücktreten. Die Warriors verpassten nach einer Niederlage im Play-In-Turnier gegen die Phoenix Suns die Playoffs.
Kerr selbst hatte nach dem Aus gesagt, Trainerjobs hätten irgendwann ein Ablaufdatum. Besonders emotional wurde es in den Schlusssekunden der Saison, als er Curry und Green an der Seitenlinie umarmte und sagte:
„Ich weiß nicht, was als Nächstes passiert. Aber ich liebe euch. Danke.“
Nun ist klar:
Der Abschied kommt noch nicht.
Ein Signal an Curry und Green
Die Verlängerung ist vor allem ein Zeichen an die Veteranen.
Curry ist inzwischen 38 Jahre alt, Green und Butler jeweils 36. Ihre gemeinsame Titelchance wird nicht mehr lange offen bleiben.
Mit Kerr an der Seitenlinie signalisiert Golden State:
Wir glauben noch an dieses Team.
Ein kompletter Neuaufbau wäre mit einem 60-jährigen Meistercoach kaum logisch gewesen. Kerr bleibt, weil die Warriors offenbar weiter gewinnen wollen.
Kader braucht Verstärkung
Trotzdem ist klar:
So wie zuletzt wird es nicht reichen.
Die Warriors beendeten die Saison mit negativer Bilanz. Dazu kommt die Verletzung von Jimmy Butler, der sich im Januar einen Kreuzbandriss zuzog. Ob er rechtzeitig zum Saisonstart wieder voll belastbar ist, bleibt offen.
Golden State dürfte deshalb im Sommer aggressiv nach Verstärkungen suchen. Immer wieder wurde der Klub mit Giannis Antetokounmpo in Verbindung gebracht, dessen Zukunft bei den Milwaukee Bucks weiter Thema bleibt.
Kerrs Bilanz bleibt beeindruckend
Seit 2014 führte Steve Kerr die Warriors zu vier NBA-Titeln. Insgesamt steht er bei einer Bilanz von 604 Siegen und 353 Niederlagen.
Unter ihm wurde Golden State zur prägenden Mannschaft einer ganzen NBA-Ära.
Doch jetzt beginnt wohl das schwierigste Kapitel:
Kerr muss aus einer alternden Meistergeneration noch einmal ein konkurrenzfähiges Team formen.
Letzte Chance auf Größe
Die Vertragsverlängerung wirkt deshalb wie ein stilles Versprechen:
Noch zwei Jahre. Noch ein Versuch. Noch eine letzte Jagd auf den Titel.
Für Golden State ist es vermutlich die finale große Runde der Curry-Ära.
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