Das von einem Hantavirus-Ausbruch betroffene Kreuzfahrtschiff „Hondius“ ist auf Teneriffa eingetroffen. Für die rund 150 Passagiere und Besatzungsmitglieder endet damit eine mehr als 40-tägige Reise, die am 1. April in Ushuaia in Argentinien begann und durch mehrere Krankheitsfälle überschattet wurde.
Die Ausschiffung erfolgt unter strengen Sicherheitsmaßnahmen. Die Menschen werden im Industriehafen von Granadilla in versiegelte Fahrzeuge gebracht und direkt zu ihren Rückführungsflügen eskortiert. Koffer müssen an Bord bleiben, erlaubt ist lediglich leichtes Handgepäck. Rückflüge nach Deutschland, Frankreich, Belgien, Irland und in die Niederlande seien bereits organisiert, teilten die spanischen Behörden mit.
Die WHO betonte, für die Bevölkerung Teneriffas bestehe nur ein geringes Risiko. Seit Tagen sei kein neuer Verdachtsfall aufgetreten. WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus erklärte zudem, das Virus sei „nicht mit Covid vergleichbar“.
Nach Angaben der WHO gibt es bislang sechs bestätigte Hantavirus-Fälle und zwei Verdachtsfälle. Drei Menschen starben, darunter ein niederländisches Ehepaar sowie eine Deutsche. Als wahrscheinlicher Ursprung der Infektionskette gilt eine Ansteckung des Ehepaars vor der Einschiffung in Argentinien.
Nach der Evakuierung soll die „Hondius“ mit einer Restbesatzung in die Niederlande weiterfahren, wo das Schiff desinfiziert werden soll.
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