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Starkes Erdbeben erschüttert Istanbul – Experten warnen vor noch schlimmerem Beben

sulox32 (CC0), Pixabay
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Ein kräftiges Erdbeben hat am gestrigen Mittag die Türkei erschüttert – besonders betroffen war die Millionenmetropole Istanbul. Nach Angaben der türkischen Katastrophenschutzbehörde AFAD erreichte das Beben eine Stärke von 6,2 auf der Richterskala. Es ist das stärkste Beben in der Region seit über 25 Jahren.

Verletzte durch Panik – keine Todesopfer bekannt

In der 16-Millionen-Stadt Istanbul kam es infolge des Bebens zu Panikreaktionen. Wie das Gouverneursamt mitteilte, wurden 151 Menschen verletzt, weil sie in Angst aus Fenstern und von Balkonen sprangen. Schwerwiegende Verletzungen blieben jedoch offenbar aus.
Innenminister Ali Yerlikaya erklärte, es gebe bisher keine bestätigten Todesopfer. Auch größere Sachschäden seien bislang nicht gemeldet worden.

Epizentrum im Marmarameer – zahlreiche Nachbeben

Das Beben ereignete sich gegen 12:55 Uhr Ortszeit (11:55 Uhr MESZ) vor der Küste bei Silivri im Marmarameer. Das Epizentrum lag in rund zehn Kilometern Tiefe, wie AFAD und das Innenministerium mitteilten.

Bis zum späten Nachmittag wurden laut Yerlikaya bereits 127 Nachbeben registriert – das stärkste davon mit einer Magnitude von 5,9. Weitere Erschütterungen seien zu erwarten.

Seismologe warnt: Das „eigentliche Beben“ steht noch bevor

Der bekannte türkische Erdbebenforscher Naci Görür warnte, die jüngsten Beben seien nicht das Hauptbeben, sondern lediglich Vorboten.
Er rechne weiterhin mit einem schweren Beben der Stärke 7 oder mehr entlang der bekannten Plattengrenze im Marmarameer, die sich seit Jahren gefährlich auflädt.

Rückblick: Katastrophe von 2023 noch in Erinnerung

Die Türkei ist immer wieder von schweren Erdbeben betroffen. Besonders verheerend war das Beben vom 6. Februar 2023, das den Südosten der Türkei und den Norden Syriens mit einer Stärke von 7,8 traf. Damals starben mehrere zehntausend Menschen, Hunderttausende wurden obdachlos.

Die aktuelle Erschütterung gilt daher als erneuter Weckruf, die Vorsorge- und Schutzmaßnahmen in der Region zu verstärken.

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