Die Bundesregierung entdeckt erneut ihre Lieblingsbeschäftigung: den Bürger erziehen – diesmal mit der Zuckerabgabe.
Ab 2028 sollen zuckergesüßte Getränke teurer werden. Offiziell natürlich nur aus reiner Fürsorge. Es geht um Gesundheit, Prävention und die Rettung des Gesundheitssystems. Dass der Staat dabei gleichzeitig eine neue Einnahmequelle entdeckt, ist selbstverständlich nur ein glücklicher Zufall.
Besonders beeindruckend ist die politische Botschaft dahinter:
Der Bürger ist offenbar nicht mehr in der Lage, selbst zu entscheiden, ob er Cola trinken möchte oder lieber Wasser. Deshalb greift nun Vater Staat ein – fürsorglich, streng und natürlich alternativlos.
Doch damit nicht genug. Weil Zucker allein offenbar noch nicht böse genug ist, sollen laut Verbraucherzentrale am besten auch gleich Süßstoffe mit besteuert werden. Frei nach dem Motto:
Wenn schon Verzicht, dann bitte richtig.
Die Logik dahinter ist bemerkenswert:
Trinkst du Zucker – zahlst du.
Trinkst du zuckerfrei – zahlst du vielleicht auch.
Am sichersten lebt künftig vermutlich nur noch, wer morgens still Leitungswasser trinkt und dabei leise dankbar nickt.
Natürlich wird betont, dass die Einnahmen ausschließlich guten Zwecken dienen sollen. Prävention! Kinderprogramme! Gesundheit! Das klingt hervorragend. Erfahrungsgemäß bedeutet das in der politischen Realität allerdings oft:
Erst neue Abgaben einführen – und später überrascht feststellen, dass das Geld plötzlich irgendwo im allgemeinen Haushalt verschwunden ist.
Besonders kreativ ist der Vorschlag, die Zuckersteuer jährlich an die Inflation anzupassen. Endlich denkt mal jemand mit! Nicht dass der Bürger sich irgendwann heimlich wieder ein bezahlbares Getränk leisten kann. Der Lenkungseffekt muss schließlich erhalten bleiben.
Man darf gespannt sein, welche Abgaben als Nächstes kommen.
Vielleicht die Salzsteuer?
Zu viel Salz erhöht schließlich den Blutdruck.
Oder eine Butterabgabe?
Cholesterin ist schließlich auch keine Privatsache mehr.
Denkbar wäre auch eine Sofa-Steuer gegen Bewegungsmangel oder eine Strafgebühr für Netflix-Marathons nach 22 Uhr.
Und irgendwann stellt sich vermutlich nur noch eine letzte Frage:
Wann kommt eigentlich die Abgabe auf freies Atmen?
CO₂ wird schließlich auch dabei produziert.
Die Richtung scheint jedenfalls klar:
Der mündige Bürger wird Schritt für Schritt ersetzt durch den staatlich betreuten Konsumenten – inklusive Preisaufschlag für alles, was Spaß macht.
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