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Star-Hackerin warnt vor KI: Bald hacken nur noch Maschinen – Menschen dürfen höchstens zuschauen

Alltechbuzz_net (CC0), Pixabay
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Die Cyberwelt steht offenbar vor ihrer nächsten Identitätskrise: Selbst Elite-Hacker fürchten inzwischen, bald von künstlicher Intelligenz ersetzt zu werden. Willkommen im Jahr 2026 — wo selbst Menschen, die beruflich Sicherheitslücken finden, plötzlich merken, dass sie vielleicht selbst die nächste Sicherheitslücke am Arbeitsmarkt sind.

Beim renommierten Hacker-Wettbewerb „Pwn2Own“ in Berlin gewann die Ethical Hackerin Valentina „Chompie“ Palmiotti hohe Preisgelder für das Aufspüren gefährlicher Softwarefehler. Doch trotz ihres Erfolgs klang sie erstaunlich pessimistisch: KI-Systeme wie „Claude Mythos“ würden bald so mächtig werden, dass selbst Top-Hacker kaum noch mithalten könnten.

Das ist natürlich beruhigend.

Denn bislang galt zumindest noch die Hoffnung, dass Cyberkriminalität kompliziert genug sei, um echte Experten zu benötigen. Jetzt entwickelt sich die Lage offenbar Richtung: „Drücken Sie hier, um globale IT-Infrastruktur zu kompromittieren.“

Besonders schön ist die Beschreibung des sogenannten „Zombie Hacker Mode“. Stundenlang ohne Schlaf, mit Energydrinks, schwarzem Hoodie und maximalem Adrenalin vor mehreren Bildschirmen sitzen, um Sicherheitslücken zu finden. Früher nannte man so etwas vermutlich besorgniserregend. Heute ist es Karrierebeschreibung im Technologiesektor.

Immerhin helfen KI-Tools den Hackern aktuell noch „nur“ als Assistenten. Eine Art digitaler Praktikant mit Superhirn, der niemals müde wird und vermutlich auch keine schlechte Laune auf Slack verbreitet.

Aber die Experten ahnen bereits, wohin die Reise geht: Die einfachen Sicherheitslücken werden bald vollständig automatisiert entdeckt. Für normale Hacker bleibt dann nur noch die Wahl zwischen hochkomplexer Spitzenforschung oder nostalgischem Passwort-Raten wie in den 90ern.

Natürlich betonen viele Optimisten weiterhin, dass menschliche Kreativität unersetzlich sei. Das sagen Menschen interessanterweise immer kurz bevor KI beginnt, genau diese Kreativität ebenfalls zu imitieren.

Besonders absurd wird es beim Gedanken an Cyberkriminelle. Denn wenn gute Hacker KI nutzen dürfen, werden schlechte Hacker das selbstverständlich auch tun. Die Zukunft des Internets klingt daher zunehmend wie ein Wettrüsten zwischen Algorithmen, die sich gegenseitig Sicherheitslücken um die Ohren werfen, während normale Nutzer weiterhin dasselbe Passwort für Netflix, Onlinebanking und Katzenforum verwenden.

Die Hackerin Chompie sieht immerhin einen kleinen Hoffnungsschimmer: KI könnte langfristig die Verteidigung stärken und Angriffe erschweren. Voraussetzung sei allerdings, dass die „guten Leute“ zuerst Zugang zu den mächtigsten Werkzeugen bekommen.

Eine beruhigende Vorstellung:
Die Zukunft der digitalen Sicherheit hängt also im Wesentlichen davon ab, ob die richtigen Nerds schneller an die Super-KI kommen als die falschen.

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