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Rentenhammer 2026: Arbeiten bis die KI übernimmt

geralt (CC0), Pixabay
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Die gute Nachricht zuerst: Die Deutschen werden immer älter. Die schlechte Nachricht: Jetzt sollen sie dafür auch länger arbeiten.

Die Rentenkommission hat nach monatelangen Beratungen ein Reformpaket vorgelegt, das die Rentenkassen fit für die Zukunft machen soll. Übersetzt heißt das: Der Ruhestand rückt für viele Bürger ein Stück weiter in die Ferne.

Besonders betroffen ist die beliebte „Rente mit 63“. Sie soll nach dem Willen der Experten komplett verschwinden. Wer künftig mit 63 die Füße hochlegen möchte, muss das wahrscheinlich heimlich am Wochenende tun.

Stattdessen soll das Renteneintrittsalter künftig automatisch mit der Lebenserwartung steigen. Das neue Motto lautet: Wer länger lebt, darf auch länger Excel-Tabellen ausfüllen.

Eine „Rente mit 70“ sei zwar aktuell nicht geplant, beruhigt die Kommission. Allerdings könnte die Rente mit 69 irgendwann um das Jahr 2071 Realität werden. Für die meisten Deutschen bedeutet das: Das Problem dürfen die Enkel lösen.

Auch die Beamten bleiben diesmal nicht ganz verschont. Künftig sollen deutlich weniger Menschen verbeamtet werden, und Bund sowie Länder sollen endlich Rücklagen für Pensionen bilden. Finanzexperten sprechen von einer revolutionären Idee. Andere nennen es schlicht Sparen.

Neu ist außerdem der Plan, einen Teil der Altersvorsorge über den Kapitalmarkt zu finanzieren. Nach schwedischem Vorbild sollen Arbeitnehmer und Arbeitgeber Geld in Fonds anlegen. Damit wird die Renteninformation künftig vermutlich um den Satz ergänzt: „Ihre Altersvorsorge schwankt heute um plus/minus 17 Prozent.“

Unverändert bleiben dagegen die politisch besonders empfindlichen Themen. Die Mütterrente und die sogenannte Haltelinie beim Rentenniveau werden nicht angetastet. In Berlin gilt weiterhin die bewährte Regel: Was teuer ist, aber viele Wähler freut, bleibt bestehen.

Die Kommission betont, ihr Paket sei kein Wunschmenü, bei dem sich die Regierung nur die Rosinen herauspickt. Beobachter vermuten allerdings, dass genau das passieren wird.

Für Arbeitnehmer bleibt damit vorerst nur eine Gewissheit: Die Rente ist sicher. Die Frage ist lediglich, wann sie beginnt.

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