Na bitte, da ist er also: Branimir Hrgota, 33 Jahre jung, neuer Zehner am Millerntor – und direkt mit einem Vereinsvideo, das uns daran erinnert, wie schön Marcel Hartel mal die Fäden gezogen hat. Danke auch, FC St. Pauli, als hätten wir diese Lücke nicht ohnehin noch im Herzen gespürt.
Aber gut: Wenn schon Hartel in St. Louis seine Dollars zählen darf, dann nehmen wir eben einen erfahrenen Schweden, der weiß, wo das Tor steht, letzte Pässe spielen will und offenbar in jungen Jahren bei Zlatan Ibrahimovic abgeschrieben hat. Kann ja nicht schaden. Ein bisschen Leadership, ein bisschen Lockerheit, ein bisschen „ich mach das schon“ – genau das kann diese Mannschaft nach dem Abstieg gebrauchen.
Hrgota ist jetzt der Älteste im Kader. Früher nannte man das Rentner, heute heißt es Führungsspieler. Und ehrlich gesagt: Wenn er Ecken, Elfer, Freistöße und ein paar kluge Bälle übernimmt, darf er meinetwegen auch den Mannschaftsrat, den Grillabend und die Playlist in der Kabine leiten.
Zum Auftakt gleich Fürth am Millerntor – natürlich. Fußball schreibt manchmal Drehbücher, bei denen man denkt: Hat da wieder jemand im DFB-Keller zu viel Mate getrunken? Hrgota gegen den alten Klub, St. Pauli auf der Suche nach mehr Offensive, mehr Initiative und hoffentlich weniger Kopfschmerzen.
Also gut, Branimir: Willkommen am Kiez. Wir erwarten keine Wunder. Nur ein bisschen Hartel-Gefühl, ein paar Zuckerpässe, Tore, Siege und bitte keinen Fehlstart. Ist doch nicht zu viel verlangt.
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