Es ist eine Nachricht, bei der einem wieder einmal die Worte fehlen: An einer Schule im oberbayerischen Schongau sind zwei Mädchen bei einer mutmaßlichen Gewalttat schwer verletzt worden. Ein 16-Jähriger wurde festgenommen. Die Verletzten kamen ins Krankenhaus, über ihren genauen Zustand war zunächst nichts bekannt.
Was bleibt, ist Fassungslosigkeit. Eine Schule sollte ein geschützter Ort sein. Ein Ort, an dem junge Menschen lernen, Freunde treffen, ihren Alltag leben. Und doch müssen Eltern, Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte und Einsatzkräfte erneut erleben, wie schnell aus einem normalen Schultag ein Ausnahmezustand werden kann.
Nach Angaben der Polizei gibt es Hinweise auf eine mögliche Amoktat. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sprach davon, dass der festgenommene Jugendliche nach ersten Erkenntnissen mit einem Messer und möglicherweise auch mit einer Schusswaffe unterwegs gewesen sei. Zunächst wurde nach dpa-Informationen zwar keine Schusswaffe gefunden, wohl aber Munition. Weitere Täter gebe es nach aktuellem Stand nicht.
Die Einsatzkräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort, auch mehrere Rettungshubschrauber wurden alarmiert. Die Bevölkerung wurde aufgefordert, das Gebiet zu meiden. Für Angehörige und Eltern wurde am Feuerwehrhaus eine Anlaufstelle eingerichtet.
Man kann nur den Kopf schütteln über eine solche Tat. Über Gewalt unter Jugendlichen. Über Waffen in der Nähe einer Schule. Über die Angst, die damit in Familien und Klassenzimmer getragen wird. Noch sind viele Fragen offen, und voreilige Schlüsse helfen niemandem. Aber eines ist klar: Die Gedanken sind bei den verletzten Mädchen, ihren Angehörigen, den Mitschülern und allen, die diesen Tag miterleben mussten.
Jetzt braucht es Aufklärung, Besonnenheit und vor allem Unterstützung für die Betroffenen. Denn was in Schongau passiert ist, darf nicht einfach als nächste Schreckensmeldung weiterziehen.
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