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Spritpreise in Österreich wieder gestiegen – trotz Preisbremse bleibt Tanken teuer

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Die Spritpreise in Österreich sind am Ostermontag erneut gestiegen. Nach aktuellen Daten der Regulierungsbehörde E-Control kostete ein Liter Diesel im österreichweiten Durchschnitt zuletzt 2,188 Euro, ein Liter Superbenzin lag bei 1,754 Euro.

Zum Vergleich: Am Ostersonntag hatte Diesel noch 2,145 Euro pro Liter gekostet, Super lag bei 1,752 Euro. Damit wurde vor allem beim Diesel wieder deutlich nach oben korrigiert.

Allerdings: Noch teurer war das Tanken zu Beginn des Osterwochenendes. Am Karfreitag mussten Autofahrerinnen und Autofahrer im Schnitt 2,209 Euro für Diesel und 1,788 Euro für Super bezahlen. Über das Wochenende gingen die Preise zunächst Tag für Tag leicht zurück, ehe sie am Montag wieder anzogen.

Preisbremse und neue Regeln – doch Entlastung bleibt begrenzt

Seit Mitte März dürfen Tankstellen ihre Preise nur noch montags, mittwochs und freitags erhöhen. Senkungen sind dagegen jederzeit erlaubt.

Zusätzlich gilt seit 2. April die von der Bundesregierung eingeführte Spritpreisbremse. Sie soll die Treibstoffpreise um zehn Cent pro Liter senken – einerseits durch eine gesenkte Mineralölsteuer (MöSt), andererseits durch Beschränkungen bei den Gewinnmargen der Treibstoffhersteller.

Trotzdem zeigt sich bislang: Die Entlastung kommt bei vielen Verbraucherinnen und Verbrauchern nur eingeschränkt an.

Teure Treibstoffe treiben auch den Großhandel nach oben

Die kräftigen Preissteigerungen bei Diesel, Benzin und anderen Mineralölprodukten wirken sich mittlerweile auch deutlich auf den Großhandel aus.

Wie Statistik Austria mitteilte, stiegen die Verkaufspreise im heimischen Großhandel im März im Vergleich zum Vorjahresmonat um 5,4 Prozent.

Besonders stark verteuerten sich:

  • Treibstoffe: +27,2 %
  • sonstige Mineralölerzeugnisse: +35,6 %

Auch in vielen anderen Bereichen zogen die Preise an. Deutlich teurer wurden unter anderem:

  • Uhren und Schmuck: +15,7 %
  • Kaffee, Tee, Kakao und Gewürze: +12,6 %
  • IT- und Kommunikationstechnik: +11,3 %
  • Nicht-Eisen-Metalle: +9,7 %
  • Blumen und Pflanzen: +7,6 %
  • Rohholz und Holzhalbwaren: +6,9 %
  • feste Brennstoffe: +6,4 %
  • Tabakwaren: +6,3 %

Günstiger wurden dagegen etwa:

  • Getreide, Saatgut und Futtermittel: -14,9 %
  • Häute und Leder: -3,4 %
  • Schreibwaren und Bürobedarf: -2,7 %

Griechenland reagiert mit direktem Zuschuss

Auch andere europäische Länder versuchen inzwischen, auf die steigenden Energiepreise infolge des Iran-Krieges zu reagieren.

In Griechenland hat die Regierung einen neuen „Fuel Pass“ eingeführt – also einen direkten Zuschuss zu den Spritkosten für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen.

Anträge können ab sofort bis Ende April online gestellt werden.

Die Unterstützung ist gestaffelt:

  • Autos auf dem Festland: 50 Euro
  • Autos auf Inseln: 60 Euro
  • Motorräder auf dem Festland: 30 Euro
  • Motorräder auf Inseln: 35 Euro

Die Regelung gilt für die Monate April und Mai.

Die griechische Regierung kündigte bereits an, bei einer weiteren Zuspitzung der Lage zusätzliche Maßnahmen zu prüfen. Entscheidend werde sein, wie sich die Krise im Nahen Osten weiterentwickelt.

Fazit

Ob in Österreich oder Griechenland:
Die Entwicklungen zeigen, dass der Iran-Krieg und die Spannungen rund um die Straße von Hormus längst tief in den Alltag der Menschen hineinwirken.

Trotz Preisbremse und Regulierung bleibt Tanken teuer – und die steigenden Energiepreise treiben inzwischen auch viele andere Lebensbereiche spürbar mit nach oben.

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