Die Spritpreise in Großbritannien sind zuletzt deutlich gestiegen – und der Hauptgrund liegt im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Seit Beginn der Auseinandersetzungen Ende Februar geraten Ölproduktion und Transport im Nahen Osten immer wieder ins Stocken. Das wirkt sich direkt auf die Preise an der Zapfsäule aus.
Denn: Steigt der Ölpreis, wird auch Tanken teurer. Experten rechnen grob damit, dass ein Anstieg von 10 Dollar pro Barrel den Literpreis um etwa 7 Pence erhöht. Genau das ist passiert – der Ölpreis ist zeitweise massiv nach oben geschossen, und Autofahrer mussten spürbar mehr zahlen. Eine Tankfüllung wurde im Schnitt um mehrere Pfund teurer.
Zwar gab es Mitte April eine kurze Entspannung mit leicht sinkenden Preisen, doch die Lage bleibt angespannt. Zuletzt ziehen die Preise wieder an. Anfang Mai lag Benzin bei rund 157 Pence pro Liter, Diesel bei etwa 188 Pence.
Ein entscheidender Faktor bleibt die Straße von Hormus – eine der wichtigsten Routen für den weltweiten Öltransport. Normalerweise passiert dort ein großer Teil des globalen Ölhandels, doch aktuell ist die Durchfahrt stark eingeschränkt. Solange sich daran nichts ändert, dürfte der Druck auf die Preise hoch bleiben.
Hinzu kommt, dass beschädigte Anlagen im Nahen Osten die Verarbeitung von Öl erschweren. All das sorgt für Unsicherheit auf den Märkten – und diese Unsicherheit spüren Autofahrer direkt im Geldbeutel.
Die Aussicht ist daher eher düster: Sollten sich die Spannungen nicht entspannen, könnten die Spritpreise weiter steigen.
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