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SPD nach Wahldebakel: „Generationenwechsel“ oder einfach nur Panikmodus?

patricksommer (CC0), Pixabay
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Na, das ging ja fix! Keine sechs Stunden nach der ersten Prognose zur historischen Wahlniederlage der SPD wirft der erste Genosse das Handtuch. Rolf Mützenich, bisher Fraktionschef und bekannt für seine unaufgeregte Art, hat in einem Brief an seine Fraktion seinen Rücktritt angekündigt. Begründung? Die Wähler hatten einfach keine Lust mehr auf die SPD. Wer hätte das nach monatelangen Umfragewerten im Keller bloß ahnen können?

Aber keine Sorge, die Partei hat – natürlich rein zufällig – schon eine „Lösung“ parat: SPD-Chef Lars Klingbeil soll übernehmen. Die Parteiführung sei zu dem weisen Entschluss gekommen, dass es nun „gut sei, wenn Jüngere den Karren weiterziehen“. Klingbeil, zarte 47 Jahre jung, ist also der Auserwählte, der den Scherbenhaufen zusammenkehren darf.

Der große „Neuanfang“ – jetzt mit den gleichen Gesichtern

Während Mützenich also nach sechs Jahren das sinkende Schiff verlässt, hält sich auch Olaf Scholz lieber aus den Regierungsgesprächen raus. Ministerposten? Nein, danke! Wobei, ob das nun noble Selbstreflexion ist oder einfach die Einsicht, dass niemand ihn gefragt hätte, bleibt offen.

Klingbeil hingegen kündigt großspurig an, dass die Partei sich neu aufstellen müsse – was übersetzt wohl bedeutet, dass jetzt ein paar neue Schlagworte in die alten Parteiprogramme kopiert werden. Seine vielversprechende Strategie? „Umbrüche“ und „neue Gesichter“ – also ihn selbst, aber jetzt halt als Fraktionschef.

Die SPD im Überlebensmodus

Doch das Drama ist noch nicht zu Ende. Die Partei steckt in einer klassischen Zwickmühle: Einerseits will sie sich mit „klarer Kante“ von der CDU/CSU abgrenzen, andererseits könnte sie sich „aus staatspolitischer Verantwortung“ doch wieder in eine Koalition zwingen lassen. Kurz gesagt: Erst mal lautstark Opposition ankündigen und dann doch brav mitregieren.

Und während die Partei noch überlegt, wie sie ihr historisch schlechtestes Wahlergebnis als „Chance für einen Neuanfang“ verkauft, bleibt eine Frage offen: Wird der Wähler diesen „Generationenwechsel“ überhaupt bemerken?

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