Lars Klaingbei wurde mit 402 Ja Stimmen 65 % der Delegierten SAtimmen gewählt und Bärbel Bas mit 589 Ja Stimmen über 90 %t. Ob beide es nun schaffen die Spd aus dem Tief zu führen bleibt abzuwarten.
SPD-Parteitag: Zwischen Selbsttherapie und Manifest-Krise
SPD-Chef Lars Klingbeil ist sauer – vor allem auf sich selbst. „Natürlich trage ich Verantwortung für die 16,4 Prozent!“, sagte er. Was für andere das Kontostand-Tief ist, ist für ihn das Wahlergebnis. Er habe Fehler gemacht, räumt er ein, zum Beispiel bei der Reaktion auf die Wirtschaftskrise. Kurz: Die Sozialdemokratie war „nicht voll da“. Klingbeil aber schon – mit vollem Verantwortungsmodus. Oder Rücktritt. „Entweder aufhören oder ganz rein in den Abgrund“, so sinngemäß.
Ob die Partei ihm das glaubt, wird sein Wahlergebnis zeigen. Vor zwei Jahren gab’s noch 85 % Zustimmung. Heute eher weniger. Dafür soll nun das neue Grundsatzprogramm kommen, mit dem Motto: „Veränderung beginnt mit uns“ – was klingt wie ein Ratgeber für Paartherapie, ist aber das SPD-Update.
Bärbel Bas hielt die emotionalste Rede des Tages – und schimpfte über den Mythos vom „faulen Deutschen“. Millionen Überstunden, aber angeblich sei der Sozialstaat schuld an allem. „Das ist Klassenkampf von oben“, sagte sie und ließ fast ein wenig Revolution durchblitzen. Mit Applaus, nicht mit Mistgabeln.
Dann das „Manifest“: ein Dokument voller Nebelkerzen, das behauptet, Frieden gehe nicht mehr mit, sondern nur noch gegen Russland. Klingbeil wischte das höflich vom Tisch: „Mit mir keine Putin-Romantik.“ Mützenich, Co-Autor und Ex-Fraktionschef, blieb dem Parteitag lieber ganz fern – vermutlich in sicherer Entfernung zum nächsten Mikrofon.
Fazit: Die SPD ringt mit sich selbst – aber immerhin mit Stil. Und Bas als neue Hoffnungsträgerin hat schon mal das Herz der Genoss:innen. Jetzt fehlen nur noch ein Plan – und Wähler.
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