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Spaniens Regierungschef Sánchez weist Trumps Handelsdrohung zurück: „Nein zum Krieg“

stux (CC0), Pixabay
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Der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez hat die Drohung von US-Präsident Donald Trump, den Handel mit Spanien einzustellen, deutlich zurückgewiesen. In einer etwa zehnminütigen Fernsehansprache betonte Sánchez, dass die Position seiner Regierung klar sei: „Nein zum Krieg.“

Trump hatte zuvor angekündigt, einen vollständigen Handelsstopp mit Spanien in Betracht zu ziehen. Hintergrund ist Spaniens Entscheidung, den USA nicht zu erlauben, die gemeinsam genutzten Militärbasen Morón und Rota für Angriffe auf Iran zu nutzen.

Während eines Treffens mit dem deutschen Bundeskanzler Friedrich Merz bezeichnete Trump Spanien als „schrecklichen Partner“ und erklärte, die USA wollten künftig „nichts mehr mit Spanien zu tun haben“.

Unterstützung aus Europa

Mehrere europäische Politiker stellten sich daraufhin hinter Spanien.
Der französische Präsident Emmanuel Macron bekundete Sánchez seine Solidarität, ebenso wie EU-Ratspräsident António Costa, der dem spanischen Regierungschef ebenfalls seine Unterstützung zusicherte.

Merz erklärte zudem, er habe Trump deutlich gemacht, dass keine separaten Handelsabkommen mit einzelnen europäischen Staaten möglich seien – weder mit Deutschland noch mit anderen EU-Ländern ohne Spanien.

Sánchez verteidigt friedliche Linie

In seiner Rede verwies Sánchez auf verschiedene internationale Konflikte – darunter den Krieg in der Ukraine, den Gaza-Konflikt und den Irakkrieg von 2003.

Er betonte, dass es nicht darum gehe, auf der Seite Irans zu stehen. Vielmehr gehe es darum, Frieden und internationales Recht zu verteidigen.

„Man kann eine Rechtsverletzung nicht mit einer weiteren Rechtsverletzung beantworten. Genau so beginnen die großen Katastrophen der Menschheit“, sagte Sánchez.

Erinnerung an den Irakkrieg

Der spanische Regierungschef erinnerte auch an die Invasion des Irak im Jahr 2003. Damals hatte Spaniens konservative Regierung unter José María Aznar den Krieg unterstützt – eine Entscheidung, die in Spanien äußerst unpopulär war und zu massiven Anti-Kriegs-Protesten führte.

Sánchez sprach vom sogenannten „Azoren-Trio“ – dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush, dem britischen Premier Tony Blair und Aznar –, die kurz vor Beginn des Irakkriegs ein Treffen auf den Azoren abgehalten hatten.

Dieses Bündnis habe Europa letztlich „eine unsicherere Welt und ein schlechteres Leben für viele Menschen“ hinterlassen, sagte Sánchez.

Unterschiedliche Positionen in Europa

Die Haltung Spaniens unterscheidet sich von der einiger anderer europäischer Regierungen. So erklärte der deutsche Kanzler Friedrich Merz, ein möglicher Regimewechsel im Iran könne die Welt „ein Stück besser machen“, auch wenn dies Risiken berge.

Spanien hat sich – anders als einige Nato-Partner wie Großbritannien, Frankreich oder Griechenland – bislang nicht zu einer militärischen Beteiligung an möglichen Aktionen im Zusammenhang mit dem Konflikt bereit erklärt.

Streit über mögliche Kooperation

Das Weiße Haus erklärte am Mittwoch, Spanien habe nach Trumps Warnung zugestimmt, mit dem US-Militär zusammenzuarbeiten.

Der spanische Außenminister José Manuel Albares wies diese Darstellung jedoch entschieden zurück und betonte, die Position der spanischen Regierung habe sich „kein bisschen verändert“.

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