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Spanien muss plötzlich selbst Steuern zahlen – ausgerechnet an Shakira

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Jahrelang jagte die spanische Steuerbehörde Popstar Shakira durch Gerichte, Schlagzeilen und Steuerakten. Jetzt kommt die überraschende Wendung:
Nicht Shakira schuldet Spanien Geld —
sondern Spanien schuldet Shakira rund 60 Millionen Euro.

Man könnte sagen:
Aus „Hips Don’t Lie“ wurde jetzt offiziell „Die Steuerfahndung offenbar auch nicht ganz“.

Die Richter in Madrid kamen nämlich zu einem ziemlich unangenehmen Ergebnis für den spanischen Fiskus:
Man konnte schlicht nicht beweisen, dass Shakira 2011 überhaupt lange genug in Spanien gelebt hat, um dort steuerpflichtig zu sein.

Oder anders formuliert:
Offenbar war die Sängerin schwerer zu lokalisieren als ein Schwarzgeldkonto auf den Cayman Islands.

Acht Jahre Steuer-Telenovela

Shakira selbst sprach nach dem Urteil von einer „achtjährigen Tortur“. Das klingt fast nach einer spanischen Netflix-Serie:
Folge 1: „Wo wohnt Shakira wirklich?“
Folge 2: „183 Tage Zweifel“
Staffelfinale: „Der Staat zahlt zurück“

Die Sängerin beklagte „brutale öffentliche Bloßstellung“ und schlaflose Nächte. Die spanischen Behörden hätten ihre Prominenz benutzt, um ein Exempel zu statuieren.

Was vermutlich bedeutet:
Wenn man schon einen internationalen Superstar jagt, dann bitte öffentlichkeitswirksam.

Der teuerste Irrtum seit der spanischen Armada

Besonders bitter für Spanien:
Jetzt müssen nicht nur Strafen zurückgezahlt werden, sondern offenbar auch Zinsen und Prozesskosten.

60 Millionen Euro.
Für diesen Betrag hätte Spanien vermutlich:

  • drei neue Kreisverkehre,
  • fünf halbe Hochgeschwindigkeitszüge
  • oder wenigstens zwei funktionierende Behördenwebseiten finanzieren können.

Stattdessen geht das Geld nun an eine Frau, die ohnehin schon Stadien füllt.

Steuerrecht gegen Hüftschwung

Shakira machte außerdem klar:
„Es gab niemals einen Betrug.“

Ein Satz, der vermutlich in den Büros der Steuerfahnder ungefähr so gut ankam wie „Waka Waka“ auf einer Betriebsversammlung.

Die Sängerin widmete ihren Sieg anschließend allen Bürgern, die sich gegen Behördenwillkür wehren müssten.
Das ist natürlich ein starkes Bild:
Shakira als internationale Schutzpatronin der Steuergeprüften.

Fortsetzung möglich

Ganz beendet ist das Drama allerdings noch nicht. Gegen das Urteil könnte noch Berufung eingelegt werden. Außerdem laufen beziehungsweise liefen weitere Verfahren zu anderen Steuerjahren.

Mit anderen Worten:
Die nächste Staffel der spanischen Steuer-Saga ist jederzeit möglich.

Bis dahin dürfte Shakira aber erstmal entspannt sein.
Denn selten dürfte jemand so rhythmisch und erfolgreich sagen können:

„This time for Africa“ war gestern —
jetzt heißt es:
„This time for Rückerstattung.“

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