Fake-Shops sehen oft aus wie echte Online-Shops.
Sie haben ein schönes Design, bekannte Produkte und sehr niedrige Preise.
Genau das ist die Falle.
Wer dort einkauft, verliert oft Geld, bekommt schlechte Ware oder gibt seine Daten an Betrüger weiter.
Es gibt verschiedene Arten von Fake-Shops.
Darum ist es wichtig, vor dem Kauf genau hinzuschauen.
Es gibt verschiedene Arten von Fake-Shops
Nicht jeder Fake-Shop funktioniert gleich.
Häufig gibt es diese 3 Varianten:
- Sie zahlen, bekommen aber gar keine Ware
- Sie bekommen falsche oder sehr schlechte Ware
- Der Shop will vor allem Ihre Daten oder Kreditkartendaten
1. Schöne Website – aber keine Lieferung
Diese Fake-Shops sehen oft sehr professionell aus.
Sie wirken wie echte Online-Shops.
Oft werden teure Produkte angeboten, zum Beispiel:
- Technik
- Möbel
- Fahrräder oder E-Bikes
- Werkzeug
- Sportgeräte
Das Problem:
Sie zahlen – aber die Ware kommt nie an.
Oft wird auf der Website mit vielen Zahlungsmethoden geworben.
Beim Bezahlen geht dann aber plötzlich nur:
- Vorkasse
- Überweisung
- manchmal auch Bitcoin
Das ist ein deutliches Warnzeichen.
Wenn Sie Geld überweisen, ist es meistens weg.
Worauf Sie achten sollten
Zahlungsmethoden prüfen
Seien Sie vorsichtig, wenn ein Shop viele sichere Zahlungsarten zeigt, beim Kauf aber nur noch Vorkasse oder Krypto-Zahlung erlaubt.
Dann sollten Sie dort nicht kaufen.
Impressum kontrollieren
Ein Fake-Shop kann zwar echt aussehen, aber das Unternehmen dahinter gibt es oft gar nicht.
Darum prüfen Sie:
- Gibt es ein Impressum?
- Ist die Firma wirklich auffindbar?
- Stimmen Adresse und Kontaktdaten?
- Wurden die Daten vielleicht von einer anderen Website kopiert?
Preise prüfen
Sind die Preise viel billiger als überall sonst?
Dann ist Vorsicht angesagt.
Extrem günstige Preise sollen Sie zu einem schnellen Kauf verleiten.
Bewertungen suchen
Suchen Sie im Internet nach Erfahrungen anderer Käufer.
Achten Sie dabei auf:
- echte Bewertungen
- Warnungen vor Betrug
- sehr neue Shops ohne Bewertungen
Ein Shop ohne Bewertungen ist nicht automatisch Betrug – aber bei ganz neuen Seiten ist Vorsicht sinnvoll.
Was tun, wenn Sie schon bezahlt haben?
Wenn Sie an so einen Fake-Shop Geld überwiesen haben:
- Sofort Ihre Bank kontaktieren
- Nachfragen, ob das Geld noch gestoppt oder zurückgeholt werden kann
- Falls möglich, auch die Empfängerbank informieren
- Zusätzlich Anzeige bei der Polizei erstatten
Wichtig:
Die Chancen, das Geld zurückzubekommen, sind leider oft sehr gering.
2. Schlechte Website – schlechte oder falsche Ware
Es gibt auch Fake-Shops, die viel schlechter gemacht sind.
Diese Shops haben oft:
- ein wild zusammengewürfeltes Sortiment
- unpassende Produkte
- seltsame Preise
- schlechte Texte
Oft werden Produktbilder oder Angebote von anderen Plattformen kopiert, zum Beispiel von Ebay oder Mode-Shops.
Hier passiert häufig Folgendes:
- Sie zahlen mit Kreditkarte oder PayPal
- Sie bekommen billige Billigware
- oder ein Produkt, das gar nichts mit der Beschreibung zu tun hat
Warnzeichen bei solchen Shops
Kein richtiges Impressum
Viele dieser Shops haben:
- gar kein Impressum
- nur eine E-Mail-Adresse
- nur ein Kontaktformular
Wenn Sie nicht klar sehen können, wer hinter dem Shop steckt, sollten Sie dort nicht bestellen.
Völlig unrealistische Preise
Ein Produkt kostet plötzlich 4,81 Euro, obwohl es sonst mehrere hundert Euro kostet?
Dann ist das fast immer ein Warnsignal.
Unpassende Internetadresse
Achten Sie auf die Webadresse.
Beispiel:
Ein Shop heißt etwa „pferdeklub-wien1999.at“, verkauft aber Autozubehör oder Smartphones.
Das passt nicht zusammen und wirkt unseriös.
Schlechte AGB und Rechtstexte
Schauen Sie in:
- AGB
- Widerrufsbelehrung
- Datenschutz
- Versandinfos
Wenn dort:
- viele Fehler sind
- Texte keinen Sinn ergeben
- die Sprache sehr schlecht ist
… dann kann das ein Hinweis auf Betrug sein.
Was tun, wenn Sie mit Kreditkarte oder PayPal gezahlt haben?
Wenn Sie dort bestellt haben:
Bei Kreditkarte
- Sofort den Kreditkartenanbieter kontaktieren
- Fragen, ob eine Rückbuchung möglich ist
Wichtig:
Oft gibt es hier nur eine Kulanzlösung, also keine Garantie.
Bei PayPal
- Den Käuferschutz nutzen
- Den Fall schnell melden
- Alle Unterlagen sichern
3. Fake-Shops mit Markenfälschungen
Manche Fake-Shops verkaufen bewusst:
- gefälschte Markenartikel
- nachgemachte Taschen
- falsche Schuhe
- Fake-Uhren
- Kopien bekannter Produkte
Hier gibt es mehrere Risiken:
- Sie bekommen vielleicht gar nichts
- Die Ware kann beim Zoll abgefangen werden
- Sie erhalten eine Fälschung
- Im schlimmsten Fall kann auch die Bestellung rechtliche Folgen haben
Darum gilt:
Keine „Luxusmarken zum Spottpreis“ kaufen.
4. Fake-Shops, die Ihre Daten stehlen
Manche Fake-Shops wollen gar nicht in erster Linie Produkte verkaufen.
Sie wollen vor allem:
- Ihre persönlichen Daten
- Ihre Kreditkartendaten
- Zugriff auf Ihr Konto
Ein typisches Zeichen:
Nach dem Kauf werden plötzlich mehrere Abbuchungen von Ihrer Kreditkarte gemacht.
Was tun bei unberechtigten Abbuchungen?
Wenn plötzlich Geld von Ihrer Karte abgebucht wird, obwohl Sie das nicht erlaubt haben:
- Sofort den Kreditkartenanbieter kontaktieren
- Unbekannte Abbuchungen melden
- Rückerstattung verlangen
- Die Karte sperren lassen
Wichtig:
Beträge, die ohne Ihre Zustimmung abgebucht wurden, müssen in vielen Fällen vom Zahlungsdienstleister erstattet werden.
Trotzdem ist es oft nötig, die Karte sperren zu lassen, damit kein weiterer Schaden entsteht.
Vorsicht bei Gütesiegeln und Zertifikaten
Viele echte Online-Shops zeigen Gütesiegel, zum Beispiel:
- Österreichisches E-Commerce-Gütezeichen
- Trusted Shops
- Trustmark Austria
Betrüger nutzen aber oft:
- gefälschte Logos
- erfundene Zertifikate
- kopierte Siegel
So prüfen Sie ein Gütesiegel richtig
Auf das Logo klicken
Bei echten Gütesiegeln führt ein Klick meist direkt zur Seite des Anbieters.
Dort sehen Sie:
- ob der Shop wirklich zertifiziert ist
- wie lange das Zertifikat gilt
Funktioniert der Link nicht?
Wenn das Logo nicht anklickbar ist oder ins Leere führt:
Vorsicht.
Auf der offiziellen Website nachsehen
Sie können auch direkt auf der Website des Gütesiegel-Anbieters nach dem Shop suchen.
Beispiel:
Wenn Sie dort den Shop nicht finden, ist das ein Warnsignal.
Auf gefälschte Prüfsiegel-Seiten achten
Achten Sie darauf, dass Sie wirklich auf der offiziellen Website des Zertifikatsanbieters landen.
Auch diese Seiten können von Betrügern nachgebaut werden.
Kurz zusammengefasst: Diese Warnzeichen sind besonders wichtig
Seien Sie besonders vorsichtig, wenn:
- nur Vorkasse möglich ist
- der Preis viel zu günstig ist
- das Impressum fehlt oder komisch wirkt
- die Website voller Sprachfehler ist
- die Domain nicht zum Angebot passt
- Bewertungen fehlen oder sehr seltsam wirken
- Gütesiegel nicht überprüfbar sind
- Sie nur per Kontaktformular oder Mail jemanden erreichen können
Mein Rat
Bevor Sie in einem unbekannten Shop kaufen:
- Preise vergleichen
- Impressum prüfen
- Bewertungen suchen
- nur sichere Zahlungsarten nutzen
- bei Zweifel lieber nicht bestellen
Der wichtigste Schutz ist oft ganz einfach:
Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es meistens nicht echt.
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