Ministerpräsident spricht von „Amokfahrt“
In der Innenstadt von Leipzig in Deutschland ist am Montag ein Auto durch die Fußgängerzone gerast. Laut Stadt starben zwei Menschen, drei weitere wurden schwer verletzt. Der Fahrzeuglenker – ein 33 Jahre alter Deutscher – wurde festgenommen. Der Ministerpräsident des Bundeslandes Sachsen, Michael Kretschmer (CDU), sprach von einer mutmaßlichen „Amokfahrt“.
Der Vorfall ereignete sich Montagnachmittag in der Grimmaischen Straße im Zentrum der Stadt. Laut Polizei bog der Lenker mit seinem Fahrzeug in die Fußgängerzone ein und fuhr mit hoher Geschwindigkeit bis zum Markt.
Zwei Menschen starben dabei nach Angaben der Stadt, drei weitere wurden schwer verletzt. Laut Feuerwehr gibt es eine Vielzahl leicht Verletzter. Polizei und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Kretschmer: „Tat macht sprachlos“
Sachsens Ministerpräsident Kretschmer (CDU) ging nach eigenen Angaben von einer mutmaßlichen „Amokfahrt“ aus. „Das erschüttert mich zutiefst. Ich bin in Gedanken bei den Opfern und ihren Familien. Den Verletzten wünsche ich Kraft und schnelle Genesung. So eine Tat macht uns sprachlos – und sie macht uns entschlossen“, sagte Kretschmer.
„Wir werden alles daransetzen, sie schnell und vollständig aufzuklären. Der Rechtsstaat wird mit aller Konsequenz handeln.“ Jetzt werde es darum gehen, füreinander da zu sein. „Sachsen hält zusammen“, sagte Kretschmer.
„Wir gehen von einer Amokfahrt aus“, sagte auch die leitende Oberstaatsanwältin Claudia Laube bei einer Pressekonferenz. Es gebe derzeit „keinerlei Anhaltspunkte für eine andere Lesart, es gibt keinerlei Anhaltspunkte für einen weiteren Tatbeteiligten“.
33-Jähriger festgenommen
Der Fahrzeuglenker sei von Einsatzkräften noch in seinem Auto widerstandslos festgenommen worden, teilte die Polizei am Abend mit. Bei dem Festgenommen handelt es sich um einen 33-Jährigen mit deutscher Staatsbürgerschaft aus Leipzig.
Der Leipziger Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) zeigte sich „fassungslos, über das, was geschehen ist“. Er sprach von einer „fürchterlichen Amokfahrt“. Er sei in Gedanken bei den Opfern und Angehörigen, sagte Jung. Ein Kriseninterventionsteam bot Betroffenen Hilfe an.
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