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„SMILE“ soll ins All starten – Europas und Chinas gemeinsamer Blick auf den Sonnenwind

WikiImages (CC0), Pixabay
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Nach einer kurzfristigen Verschiebung wegen technischer Probleme steht der Start der internationalen Weltraummission „SMILE“ nun offenbar unmittelbar bevor. Der Satellit soll am Dienstagmorgen um 5.52 Uhr MESZ vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou in Französisch-Guayana mit einer Vega-C-Rakete ins All gebracht werden. Nach Angaben der Europäischen Weltraumorganisation ESA befinden sich sowohl die Rakete als auch der Satellit in stabilem und sicherem Zustand.

Die Mission „SMILE“ – kurz für „Solar Wind Magnetosphere Ionosphere Link Explorer“ – ist ein Gemeinschaftsprojekt der ESA und der Chinesischen Akademie der Wissenschaften (CAS). Ziel der Mission ist es, besser zu verstehen, wie der Sonnenwind mit dem Magnetfeld der Erde interagiert.

Im Mittelpunkt der Forschung stehen dabei unter anderem Polarlichter sowie sogenannte geomagnetische Stürme. Diese können erhebliche Auswirkungen auf Satelliten, Kommunikationssysteme, Navigationsdienste, Flugverkehr und Stromnetze haben. Langfristig hoffen die Wissenschaftler, durch die gewonnenen Daten Weltraumwetterereignisse präziser vorhersagen zu können.

Der Satellit ist mit vier wissenschaftlichen Instrumenten ausgestattet: einer Röntgenkamera, einer Ultraviolettkamera, einem Ionenspektrometer sowie einem Magnetometer.

Auch Österreich ist an der Mission beteiligt. Das Grazer Institut für Weltraumforschung (IWF) entwickelte wesentliche Hardware-Komponenten für den Steuercomputer der Röntgenkamera. Dort wurden die Systeme zudem umfangreichen Belastungs- und Sicherheitstests unterzogen. Weitere Beiträge kommen aus Niederösterreich und Wien: Das Unternehmen Space-Lock lieferte einen Haltemechanismus für die Kamera, während die Software für den Steuercomputer am Institut für Astrophysik der Universität Wien entwickelt wurde.

Mit „SMILE“ setzen Europa und China ihre wissenschaftliche Zusammenarbeit im All fort – mit dem Ziel, die Auswirkungen der Sonne auf die Erde künftig besser zu verstehen.

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