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Formel 1 in Montreal: Ausgerechnet zum Grand Prix droht jetzt der „Boxenstopp“ im Nachtleben

urv (CC0), Pixabay
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Während sich die Formel-1-Stars in Montreal auf Vollgas, Champagner und VIP-Partys vorbereiten, droht der Stadt nun eine Krise historischen Ausmaßes:
Stripperinnen wollen ausgerechnet am Grand-Prix-Wochenende streiken.

Und der Zeitpunkt ist natürlich kein Zufall. Denn wenn in Montreal die Motoren heulen, drehen normalerweise auch die Stripclubs auf Höchstleistung. Oder wie es das Komitee autonomer Sexarbeit ziemlich direkt formuliert:
Man wolle den Clubs „dort schaden, wo es am meisten wehtut“ — vermutlich im Portemonnaie der Betreiber und im emotionalen Ausnahmezustand mancher Formel-1-Gäste.

Denn das Rennwochenende gilt traditionell als die finanziell wichtigste Zeit des Jahres. Während Fahrer Millionen verdienen, versuchen viele Tänzerinnen dagegen offenbar vor allem, am Ende der Nacht nicht selbst draufzuzahlen.

Und genau da beginnt die Absurdität:
Viele Stripperinnen erhalten nämlich gar kein festes Gehalt. Stattdessen leben sie von Trinkgeld — und müssen teilweise sogar Gebühren bezahlen, um überhaupt auftreten zu dürfen. Besonders am Grand-Prix-Wochenende steigen diese Kosten offenbar kräftig an.

Mit anderen Worten:
Während Formel-1-Fans hunderte Euro für Champagnerflaschen ausgeben, gehen manche Tänzerinnen laut eigener Aussage am Ende der Nacht „mit Minus nach Hause“.

Das klingt weniger nach glamourösem Nachtleben und mehr nach einem Start-up-Modell aus der Hölle.

Die Forderungen der Streikenden wirken dabei erstaunlich bodenständig:
Krankengeld, Elternzeit, bezahlter Urlaub und existenzsichernde Einkommen — also genau jene revolutionären Luxusideen, die in anderen Branchen seit ungefähr dem 20. Jahrhundert existieren.

Der angekündigte Streik am Samstag könnte Montreal jedenfalls empfindlich treffen. Denn wenn eines sicher ist, dann dass manche Grand-Prix-Besucher mit mehr Interesse am Nachtleben als an der Pole Position anreisen.

Oder anders gesagt:
Sollte der Streik durchgezogen werden, könnten in Montreal dieses Jahr nicht nur die Reifen quietschen — sondern auch die Kreditkarten mancher VIP-Gäste vor Enttäuschung.

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