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Shearer: England muss das Azteca-Stadion nicht fürchten

mayns82 (CC0), Pixabay
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Vor dem Achtelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft zwischen England und Gastgeber Mexiko sieht Englands Rekordtorschütze Alan Shearer keinen Grund zur Sorge. Zwar werde die Partie im legendären Azteca-Stadion in Mexiko-Stadt aufgrund der Höhe über dem Meeresspiegel, der besonderen Atmosphäre und der lautstarken Heimkulisse eine außergewöhnliche Herausforderung. Aus Sicht eines Profis seien genau solche Spiele jedoch der Grund, warum man Fußball spiele.

Shearer ist überzeugt, dass sich die englischen Nationalspieler nicht von den äußeren Umständen beeindrucken lassen werden. Entscheidend sei, sich auf das Spiel und nicht auf die Kulisse zu konzentrieren. Gelinge dies, habe England gute Chancen, das Viertelfinale zu erreichen.

Das Azteca-Stadion gilt als einer der traditionsreichsten Austragungsorte des Weltfußballs. England kehrt erstmals seit der legendären WM-Partie gegen Argentinien im Jahr 1986 dorthin zurück. Für Shearer ist allein diese Rückkehr ein besonderes Erlebnis. Millionen Zuschauer weltweit würden die Begegnung verfolgen, während die überwältigende Mehrheit der Fans im Stadion die mexikanische Mannschaft unterstützen dürfte.

Auch mögliche Störaktionen rund um das Teamhotel – etwa durch Feuerwerk oder nächtlichen Lärm – bewertet Shearer gelassen. Solche Vorfälle seien im Profifußball nichts Ungewöhnliches und dürften die englischen Spieler kaum aus dem Konzept bringen. Ebenso wenig misst er Mexikos beeindruckender Heimserie im Azteca-Stadion eine entscheidende Bedeutung bei. Zwar sei diese respektabel, sie mache den Gastgeber aber keineswegs unbesiegbar.

Sportlich erwartet Shearer einige knifflige Personalentscheidungen von Nationaltrainer Thomas Tuchel. Vor allem die Besetzung der rechten Abwehrseite gegen den torgefährlichen mexikanischen Angreifer Julián Quiñones sieht er als Schlüsselaufgabe. Zudem könnte Anthony Gordon nach seinem starken Joker-Einsatz zuletzt einen Platz in der Startelf erhalten. Im zentralen Mittelfeld würde Shearer dagegen nichts verändern. Die Kombination aus Declan Rice, Jude Bellingham und Elliot Anderson sorge für die nötige Stabilität und Balance.

Gleichzeitig warnt der ehemalige Nationalspieler vor einem verschlafenen Beginn. Bereits im vorherigen Spiel habe England einem frühen Rückstand hinterherlaufen müssen. Gegen Mexiko werde eine ähnliche Hypothek deutlich schwieriger aufzuholen sein.

Mit Blick auf das weitere Turnier sieht Shearer weiterhin Frankreich als stärksten Titelkandidaten. Seine Einschätzung vor Beginn der Weltmeisterschaft habe sich bislang nicht geändert. Auch im Rennen um die Torjägerkrone setzt er nach wie vor auf Kylian Mbappé, hofft jedoch, dass Harry Kane mit weiteren Treffern den Franzosen bis zum Finale unter Druck setzen kann.

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