Schein-geschäfte oft wird Italien als Treffpunkt gewählt

Ich kann mich an das Jahr 2005 erinnern wo es einen Angebotsboom auf dem Immobilienmarkt gab, und die Preise ziemlich am Boden waren. Damals war man eigentlich über jeden Investor froh. Das machten sich damals italienische Mafiastrukturen zu Nutzen um damit in großem Stil Geld zu ergaunern insbesondere von Deutschen. So lief die Masche ab:

Es wurde per E-Mail Kontakt aufgenommen. Sinngemäß bot man dann die Vermittlung eines Investors an „der bereit sei die Immobilie zu erwerben bzw. in das Immobilienprojekt Geld zu investieren“. Oft lieferten die Interessenten dann irgendwelche Namen mit die man dann im Internet googeln konnte und von den Sucherergebnissen her in Ordnung waren. Hatte man „sein Interesse bekundet“ wurde dann relativ schnell versucht mit ihnen einen Termin in Italien zu vereinbaren, in meinem Fall damals in Turin. Ich war damals auf den Vorschlag eingestiegen um einmal zu sehen, „welche Masche hinter diesem Model stecken könnte“.

Also vereinbarte ich einen Termin in Turin in einem dort bekannten Hotel, und mein Erstaunen war groß, denn dort schienen bestimmt 10 weitere, mir zum Teil bekannte Immobilienvermittler/Eigentümer zu sitzen die wohl auch auf das Inserat hin nach Turin gefahren waren. Nun gut, in einem Einzelgespräch ließen sich die Herren dann die Immobilie vorstellen worum es geht, die Kalkulation dazu und weiteres. Man hatte den Eindruck “ die wissen worum es geht und haben echtes Interesse“. Ja sogar über den Pries wurde diskutiert, den man noch etwas zu drücken versuchte. Dann wurde ich gebeten die Unterlagen dort zu lassen, und man würde sich melden „ob das Objekt wirklich für die Investoren interessant sei“.

Nun, es vergingen 10 Tage bis eine E- Mail kam in der Stand das ein Investor Interesse hätte die Immobilie zu erwerben, legt einen Kapitalnachweis bei und versprach sich innerhalb von 24 Stunden telefonisch zu melden, wenn auch von meiner Seite noch Interesse bestehen würde. Nun ging das Spiel also weiter, spätestens jetzt musste ja der Haken kommen……………..und der kam dann auch. In einem Telefonat mit meinem Turiner Gesprächspartner teilte dieser mir mit, das er für die Vermittlung des Deals 10% Vermittlungsprovision haben wollte und das der Investor aus der italienischen Schweiz sei und den vollen unverhandelten Kaufpreis den wir zu Erst benannt hatten bezahlen würde, allerdings würde er gerne sein „Schwarzgeld“ hierfür einsetzen.

Nun, auf diesen Vorschlag hat sich mein damaliger Chef dann aber nicht eingelassen, so daß wir die Verhandlungen dann an dem Punkt abgebrochen haben, aber da ich 2 der anderen Verkäufer von Immobilien kannte die ich dort in Turin Vorort getroffen hatte, habe ich dann nachgeforscht wie das dann bei ihnen war. Die Geschichte war die Selbe und einer hat das Spiel bis zum Ende mitgemacht un0 200.000 Euro eingebüßt. Nachdem man sich darauf geeinigt hatte „das man das so abwickeln könne“, wurde der Verkäufer gebeten erneut nach Italien zu kommen bitte die 200.000 Euro in Bar in einem Koffer mitzubringen, dann würde man in einem anderen Hotel in der Lobby dann die Koffer austauschen und das Geschäft wäre vollzogen, die Übertragung der Immobilie solle dem Kunden dann in einem halben Jahr mitgeteilt werden vorher reiche eine schriftliche Bestätigung das man dies tun würde.

Wie gesagt einer der Immobilienverkäufer ist dort hingefahren hat 200.000 Euro mitgenommen in einem Koffer, hat sich mit den Leuten getroffen, die Koffer ausgetauscht und in den Koffer hineingeschaut die 2 Millionen nachgezählt in Stapeln in dem Koffer jeweils immer 1000 Euro mit Banderole einer italienischen Bank und ist nach Haus gefahren, im Glauben das Geschäft seines Lebens gemacht zu haben. Zu Hause hat er dann bemerkt, das nur die die ersten 2 Scheine von jedem Stapel in der obersten Reihe  wirkliche 50 Euro Scheine waren, die anderen Scheine waren alle gefälscht. Teurer Urlaub……………………

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