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Russland verliert in der Ukraine – und Xi Jinping scheint das längst erkannt zu haben

jorono (CC0), Pixabay
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Während sich der Krieg in der Ukraine immer weiter hinzieht, verändert sich offenbar die strategische Lage grundlegend. Nach Einschätzung des ehemaligen US-Sicherheitsberaters Brett McGurk sprechen die aktuellen Entwicklungen zunehmend gegen Russland – und genau das habe offenbar auch Chinas Staatschef Xi Jinping erkannt.

Demnach soll Xi bei Gesprächen mit Donald Trump in Peking angedeutet haben, dass Wladimir Putin den Einmarsch in die Ukraine eines Tages bereuen könnte. Eine bemerkenswerte Aussage – gerade mit Blick auf die traditionell engen Beziehungen zwischen Moskau und Peking.

Russland kommt militärisch nicht entscheidend voran

Putin hatte offenbar gehofft, dass Russland im Jahr 2026 militärisch die Wende schaffen und die Fronten im Osten der Ukraine endgültig durchbrechen könnte. Doch genau das sei bislang nicht eingetreten.

Im Gegenteil:
Nach westlichen Einschätzungen erzielt derzeit eher die Ukraine kleinere Geländegewinne, während Russland weiterhin enorme Verluste erleidet.

Die Zahlen wirken dramatisch:
Westliche Schätzungen gehen inzwischen von 30.000 bis 40.000 getöteten oder verwundeten russischen Soldaten pro Monat aus. Insgesamt sollen die russischen Verluste seit Kriegsbeginn inzwischen deutlich über einer Million liegen.

Gleichzeitig wächst offenbar auch innerhalb Russlands der wirtschaftliche Druck.

Selbst in Russland wächst die Nervosität

Inzwischen mehren sich offenbar selbst in Russland Stimmen, die Zweifel an der langfristigen Durchhaltefähigkeit des Landes äußern. Laut Bericht warnte sogar ein russischer Parlamentarier öffentlich davor, dass die russische Wirtschaft einen endlosen Krieg möglicherweise nicht dauerhaft finanzieren könne.

Auch Putin selbst soll zuletzt erklärt haben, der Krieg könne „sich dem Ende nähern“. Für einen Präsidenten, der den Konflikt jahrelang als historischen Existenzkampf dargestellt hatte, wäre das eine bemerkenswerte Veränderung der Rhetorik.

Ukrainische Drohnen verändern den Krieg

Besonders entscheidend scheint derzeit die Entwicklung ukrainischer Drohnentechnologie zu sein.

Die Ukraine habe sich laut Analyse von einem rein verteidigenden Staat zu einem militärischen Innovationszentrum entwickelt. Vor allem massenhaft produzierte autonome Drohnen verändern offenbar zunehmend die Dynamik an der Front.

Entlang vieler Frontabschnitte sei inzwischen eine Art „Todeszone“ von zehn bis fünfzehn Kilometern entstanden, in der russische Truppen permanent Gefahr laufen, durch Drohnen angegriffen zu werden.

Gleichzeitig treffen ukrainische Drohnen immer häufiger Ziele tief im russischen Hinterland:

  • Militärflugplätze,
  • Munitionslager,
  • Fabriken,
  • Energieanlagen
  • und Logistikzentren.

Selbst Moskau scheint inzwischen nicht mehr außerhalb der Reichweite ukrainischer Angriffe zu liegen.

Russland muss immer mehr Ressourcen im eigenen Land binden

Die Folge:
Russland muss zunehmend Luftabwehrsysteme ins eigene Landesinnere verlagern, Infrastruktur absichern und militärische Ressourcen zum Heimatschutz einsetzen.

Damit steigen die Kosten des Krieges für Moskau immer weiter – während gleichzeitig entscheidende militärische Durchbrüche ausbleiben.

Putins ursprüngliche Kriegsziele rücken in weite Ferne

Die Analyse macht deutlich:
Putins ursprüngliche Ziele scheinen heute deutlich unrealistischer als zu Beginn des Krieges.

Damals wollte Russland:

  • die Ukraine politisch kontrollieren,
  • die NATO schwächen
  • und Russland wieder als dominante Großmacht etablieren.

Doch inzwischen ist die NATO sogar gewachsen:
Finnland und Schweden sind dem Bündnis beigetreten, die europäischen NATO-Staaten investieren massiv in ihre Verteidigung.

Auch ein Vormarsch auf Kiew gilt inzwischen als praktisch ausgeschlossen.

Xi Jinping beobachtet die Lage offenbar sehr genau

Besonders interessant ist der Blick nach China.

Xi Jinping dürfte laut Analyse genau beobachten, welche Lehren sich aus dem Ukraine-Krieg für Taiwan ziehen lassen.

Denn:
Der Krieg zeigt offenbar, wie schwierig es selbst für eine militärische Großmacht sein kann, einen entschlossenen Gegner schnell zu besiegen.

Gerade mit Blick auf mögliche chinesische Pläne gegenüber Taiwan dürfte Peking die Entwicklung deshalb sehr genau analysieren.

Neue Chancen für Diplomatie?

Der Bericht sieht deshalb auch neue Möglichkeiten für diplomatische Lösungen.

Bisher seien Friedensverhandlungen unter anderem daran gescheitert, dass:

  • Russland glaubte, militärisch noch gewinnen zu können,
  • während die Ukraine überzeugt war, sich erfolgreich verteidigen zu können.

Doch die militärischen und wirtschaftlichen Entwicklungen könnten die Ausgangslage nun verändern.

Vor allem Donald Trump müsse laut Analyse erkennen, dass nicht die Ukraine zunehmend schwächer werde – sondern Russland zunehmend verwundbarer erscheine.

Der Krieg bleibt dennoch gefährlich

Trotz aller Analysen bleibt die Lage hochgefährlich.

Denn auch wenn Russland bislang seine ursprünglichen Ziele nicht erreicht hat, verfügt Moskau weiterhin über enorme militärische Ressourcen. Gleichzeitig könnte gerade wachsender Druck auf Putin die Gefahr unberechenbarer Eskalationen erhöhen.

Fest steht:
Der Ukraine-Krieg entwickelt sich zunehmend zu einem globalen Macht- und Technologiespiel — mit Folgen weit über Europa hinaus.

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