Russland hat endlich eine Erklärung dafür gefunden, warum die Ölproduktion zuletzt zurückgegangen ist.
Nein, es sind natürlich nicht die ukrainischen Drohnenangriffe auf Raffinerien, Tanklager und Energieanlagen.
Es handelt sich vielmehr um das, was jeder Autofahrer kennt:
„Ungeplante Wartungsarbeiten.“
Ein Phänomen, das offenbar besonders häufig auftritt, wenn kurz zuvor etwas explodiert ist.
Raffinerien gehen plötzlich in den Wellnessurlaub
Vize-Regierungschef Alexander Nowak erklärte auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg, die Produktion sei derzeit etwas niedriger als zu Jahresbeginn.
Der Grund?
Mehrere Raffinerien würden gewartet.
Natürlich völlig ungeplant.
Man könnte auch sagen:
Die Anlagen haben sich spontan entschieden, eine kleine Auszeit zu nehmen.
Einige Raffinerien scheinen ihre Wartung sogar zeitlich perfekt auf ukrainische Drohnenangriffe abgestimmt zu haben.
Eine bemerkenswerte Koordinationsleistung.
Drohnen oder Hausmeister?
In den vergangenen Monaten meldete die Ukraine immer wieder erfolgreiche Angriffe auf russische Energieanlagen.
Kurz darauf berichteten russische Behörden regelmäßig von technischen Problemen, Wartungsarbeiten oder vorübergehenden Betriebseinschränkungen.
Man gewinnt langsam den Eindruck, dass die gefährlichste Waffe der Ukraine nicht die Drohne ist, sondern der Wartungsplan.
St. Petersburg begrüßt seine Gäste mit Sonderprogramm
Besonders unglücklich verlief der Zeitpunkt diesmal in St. Petersburg.
Kurz vor Beginn des großen Wirtschaftsforums wurden Flughafen und Ölanlagen angegriffen.
Normalerweise präsentiert Russland dort seine wirtschaftliche Stärke.
Diesmal gab es zusätzlich eine praktische Demonstration moderner Luftabwehr, Sirenen und Krisenmanagement.
Man könnte es als erweitertes Rahmenprogramm bezeichnen.
Tanken nur in Maßen
Während die Regierung versichert, dass bald wieder alles normal laufen werde, wird in mehreren Regionen Treibstoff bereits rationiert.
Für die Bürger bedeutet das:
Der Staat erklärt, alles sei unter Kontrolle.
Die Tankstelle erklärt, bitte nicht zu viel tanken.
Irgendwo dazwischen liegt vermutlich die Wahrheit.
Die gute Nachricht
Die gute Nachricht aus Moskau lautet jedenfalls:
Sobald die Wartungsarbeiten abgeschlossen sind, soll die Produktion wieder steigen.
Die schlechte Nachricht:
Niemand weiß, ob die nächste „ungeplante Wartung“ bereits unterwegs ist.
Und da ukrainische Drohnen offenbar ein erstaunliches Interesse an russischer Energieinfrastruktur entwickelt haben, könnte der Wartungskalender auch künftig gut gefüllt bleiben.
Fazit
Russland erlebt derzeit eine bemerkenswerte Serie von Zufällen.
Ölanlagen werden getroffen.
Raffinerien fallen aus.
Die Produktion sinkt.
Und die offizielle Erklärung lautet:
„Ungeplante Wartungsarbeiten.“
Manchmal ist Satire wirklich überflüssig.
Die Pressemitteilung erledigt den Job bereits selbst.
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