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OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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US-Außenminister Marco Rubio hat die Freilassung der in Irak entführten US-Journalistin Shelly Kittleson bekanntgegeben. Die auf den Nahen Osten spezialisierte Reporterin war Ende März in Bagdad von der proiranischen Miliz Kataib Hisbollah verschleppt worden. Nun sei sie wieder frei, erklärte Rubio am Dienstag.

Nach Angaben eines hochrangigen irakischen Regierungsvertreters befindet sich Kittleson inzwischen in der Obhut der irakischen Behörden. Derzeit würden ihre Ausreiseformalitäten vorbereitet. Zugleich betonte der Vertreter, die irakische Regierung habe erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Sicherheit zu gewährleisten und ihre Freilassung zu erreichen.

Rubio dankte in einer Mitteilung auf der Plattform X dem FBI, dem US-Kriegsministerium, mehreren amerikanischen Behörden sowie dem Obersten Justizrat des Irak und weiteren irakischen Partnern für ihre Unterstützung. Man sei erleichtert, dass die US-Bürgerin wieder frei sei, erklärte der Außenminister. Nun arbeite Washington daran, ihre sichere Ausreise aus dem Irak zu ermöglichen.

Zuvor hatte ein Sicherheitschef der Kataib Hisbollah in einem Telegram-Beitrag erklärt, die Miliz habe entschieden, Kittleson freizulassen – unter der Bedingung, dass sie das Land „umgehend“ verlasse.

Nach Informationen aus mit dem Fall vertrauten Kreisen hatte die US-Regierung Kittleson bereits kurz vor ihrem Verschwinden vor einem möglichen Entführungs- oder Tötungsplan der Miliz gewarnt. Zu diesem Zeitpunkt hielt sich die Journalistin jedoch bereits für Recherchen im Irak auf.

Ihre Entführung hatte im Irak eine groß angelegte Such- und Befreiungsaktion ausgelöst. Sicherheitskräfte nahmen Ermittlungen auf, während die US-Regierung den Fall eng verfolgte und gemeinsam mit irakischen Stellen an ihrer Freilassung arbeitete.

Seit Beginn des Konflikts mit dem Iran Ende Februar warnt die US-Botschaft in Bagdad amerikanische Staatsbürger regelmäßig eindringlich vor Reisen in den Irak. In den jüngsten Hinweisen hieß es unmissverständlich: „Reisen Sie aus keinem Grund in den Irak. Verlassen Sie das Land sofort, wenn Sie sich dort aufhalten.“ Hintergrund ist die Sorge, dass iranisch unterstützte Milizen gezielt Amerikaner entführen könnten.

Kittlesons Verschleppung hatte auch international Besorgnis ausgelöst. Das US-Medium Al-Monitor, für das sie regelmäßig schreibt, forderte ihre „sichere und sofortige Freilassung“ und stellte sich demonstrativ hinter ihre Berichterstattung. Auch Reporter ohne Grenzen (RSF), das Committee to Protect Journalists (CPJ) und die Foley Foundation wandten sich in einem gemeinsamen Schreiben an Rubio und drängten auf entschlossenes Handeln.

Das Committee to Protect Journalists forderte die irakischen Behörden auf, alle notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um Kittleson zu befreien. Die regionale Direktorin der Organisation, Sara Qudah, sprach von einem alarmierenden Signal: Die Entführung am helllichten Tag zeige, wie prekär die Sicherheitslage für Journalisten im Irak inzwischen sei – und wie gefährlich die Berichterstattung aus dem Nahen Osten geworden sei.

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