Ganz ehrlich: Welchen RB-Fan interessiert bitte dieser ganze Verwaltungs-Kosmos wirklich? „Global Coordinator Women’s Soccer“, Synergien zwischen Japan, Paris und Brasilien, Kommunikationsstrukturen, Vernetzung der Standorte – schön und gut. Aber wo bleiben endlich die Themen, die die Fans tatsächlich bewegen?
RB Leipzig hat gerade die Champions League erreicht – und trotzdem liest man gefühlt mehr über Organigramme als über die Zukunft der Mannschaft! Kein Wort darüber, wie RB international angreifen will. Kein Wort darüber, auf welchen Positionen Verstärkungen geplant sind. Kein Wort darüber, welche Strategie Klopp, Schäfer & Co. für die nächste Saison haben.
Das ist doch das, was die Leute interessiert!
Will RB endlich wieder ein Team aufbauen, das in Europa ernst genommen wird? Kommt ein neuer Top-Sechser? Ein kreativer Achter? Wird die Abwehr verstärkt? Bleibt Sesko? Was passiert auf den Außen? Welche Profile sucht man überhaupt?
Und vor allem: Betreibt RB eigentlich Scouting bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada? Dort laufen demnächst Talente aus aller Welt herum – genau die Bühne, auf der ein Klub wie RB normalerweise längst seine nächsten Transfers vorbereitet. DAS wären spannende Einblicke. DAS wollen Fans lesen.
Stattdessen bekommt man ellenlange Texte darüber, wer künftig welche Frauenfußball-Standorte „vernetzt“. Sicher wichtig intern – aber draußen auf den Rängen diskutiert niemand über globale Koordinatorinnen. Die Leute wollen wissen, ob RB nächste Saison wieder mutig angreift oder ob man erneut zuschaut, wie Bayern, Leverkusen und Dortmund enteilen.
1450 Fans beim öffentlichen Training zeigen doch genau, wie groß die Euphorie gerade wieder ist. Die Menschen haben Bock auf Champions League. Sie wollen Visionen hören. Transferstrategie. Ambitionen. Aufbruchsstimmung.
Und nicht das Gefühl, dass die spannendsten Entscheidungen irgendwo in PowerPoint-Präsentationen über „Synergien“ stattfinden.
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