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Poker,Prommis und Pechsträhnen

geralt (CC0), Pixabay
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Manche spielen Poker – andere spielen mit dem Gesetz.Der früh ere NBA-Star und aktuelle Trainer der Portland Trail Blazers, Chauncey Billups, wurde laut US-Ermittlern festgenommen, weil er angeblich bei einer mafiösen Pokerrunde mit „technischer Nachhilfe“ mitmischte.

Laut einer Bundesanklage vom 23. Oktober soll Billups Teil eines Netzwerks gewesen sein, das in den Hamptons, Miami, Las Vegas und Manhattan „freundliche Pokerabende“ veranstaltete – bei denen nur die Gäste verloren, und zwar gewaltig.

„Was die Opfer – die sogenannten Fische – nicht wussten: Dealer, Mitspieler und selbst die Promis am Tisch waren alle Teil des Plans“, erklärte US-Staatsanwalt Joseph Nocella.

Die angeblich genutzte Hightech-Waffe: eine manipulierte Mischmaschine, die verriet, welche Karten als Nächstes kommen. Ergebnis: Verluste von insgesamt mindestens 7,15 Millionen Dollar.


Promi-Bonus fürs Vertrauen

Billups, damals noch kein NBA-Coach, wurde offenbar als Lockvogel eingesetzt – schließlich zockt man lieber mit einem Ex-Champion als mit einem Mafioso im Trainingsanzug.
Doch das Vertrauen der Opfer wurde teuer: Bei einem Spiel in Las Vegas sollen 50.000 Dollar verschwunden sein, in Manhattan sogar 1,8 Millionen Dollar – allerdings ohne Billups’ direkte Beteiligung in diesem Fall.


Angeklagt in Portland

Am 23. Oktober stand Billups in Portland vor Gericht. Die Anklage lautet auf Verschwörung zum Drahtbetrug und Geldwäsche. Auch andere Promis wie Terry Rozier von den Miami Heat sind in separaten Fällen suspendiert worden – offenbar eine neue NBA-Variante von „Fast Break“, diesmal zwischen Gerichtssaal und Casino.

 Ein Drehbuch für Netflix

Das Ganze klingt nach einer Mischung aus Ocean’s Eleven und The Last Dance – nur ohne Happy End.
Mit dabei:

  • Ex-NBA-Stars als Köder,
  • Mafiosi mit Funktechnik,
  • und ahnungslose Highroller, die meinten, sie spielten „just for fun“.

Das FBI nennt es „organisierte Unterhaltung mit organisierter Kriminalität“.


Fazit:

Billups wollte wohl den Nervenkitzel nach seiner aktiven Karriere nicht missen – und hat jetzt einen ganz neuen Gegner: die US-Staatsanwaltschaft.
Wenn sich die Vorwürfe bewahrheiten, könnte der „Coach“ bald eine neue Taktik üben müssen:
All-In vor dem Richter statt am Pokertisch.

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