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Trump und der ewige Friedensdeal: Bomben heute, Einigung morgen

PuppypawsAZ (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump bleibt seiner bewährten außenpolitischen Strategie treu: Erst bombardieren, dann über Frieden reden – und anschließend wieder bombardieren.

Obwohl offiziell eine Waffenruhe im Iran-Konflikt besteht, kündigte Trump bereits den nächsten Schlag an. „Wir haben sie gestern hart getroffen und wir werden sie heute wieder hart treffen“, erklärte er im Weißen Haus. Man könnte meinen, die Definition von Waffenruhe werde im Trump-Lager inzwischen von derselben Abteilung erstellt, die auch Wetterprognosen für Hurrikans übernimmt.

Auslöser der jüngsten Angriffe war der Absturz eines US-Kampfhubschraubers. Daraufhin bombardierte das US-Militär iranische Flugabwehrstellungen, Radaranlagen und Kontrollzentren. Im Iran reagierte man wenig überraschend mit eigenen Vergeltungsschlägen. Die Spirale der Deeskalation dreht sich also weiter mit beeindruckender Geschwindigkeit.

Gleichzeitig versicherte Trump erneut, ein Friedensabkommen mit Teheran stehe unmittelbar bevor. Das ist bemerkenswert, denn laut CNN hat der Präsident inzwischen mindestens 38 Mal erklärt, ein Deal sei praktisch unterschriftsreif. Manche Menschen warten auf den Weihnachtsmann, andere auf das nächste iPhone – Trump wartet seit Monaten auf sein iranisches Wunderabkommen.

Der Vorteil: Sollte tatsächlich irgendwann eine Einigung zustande kommen, kann Trump hinterher behaupten, er habe es schon seit dem ersten Tag gewusst. Falls nicht, wird eben das 39., 40. oder 41. Mal verkündet, dass die Verhandlungen kurz vor dem Durchbruch stehen.

Inzwischen wirkt die Situation wie ein diplomatisches Fitnessprogramm: Morgens Raketen, mittags Pressekonferenz, nachmittags Friedensgespräche, abends neue Vergeltungsschläge. Und irgendwo dazwischen wird erneut erklärt, dass man „sehr nahe an einem Deal“ sei.

Die gute Nachricht: Sollte jemals ein Lehrbuch über politische Ausdauer erscheinen, dürfte Trump das Vorwort schreiben. Schließlich schafft es kaum jemand, denselben bevorstehenden Durchbruch fast vierzig Mal anzukündigen, ohne dass er tatsächlich eintritt.

Der Iran-Krieg bleibt damit vorerst das, was er seit Wochen ist: eine Mischung aus militärischer Eskalation und der längsten „kurz bevorstehenden Einigung“ der modernen Diplomatiegeschichte.

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