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Die Piratenpartei kritisiert die Beschlagnahme der Server vorgestern durch das Bundeskriminalamt als „unverhältnismäßige Aktion“.

Es sei immer noch nicht klar, warum sämtliche Server abgeschaltet werden mussten. Mit Hilfe redundanter Technologien sollen solche Situationen in Zukunft vermieden werden, wie die Piratenpartei in einer Aussendung gestern berichtete.Das Bundeskriminalamt hat ohne vorherige Kontaktaufnahme sämtliche Server der Piratenpartei vom Netz genommen. Damit waren zentrale Kommunikationswege zwei Tage vor der Bürgerschaftswahl in Bremen heute für Stunden gestört. Für den Ermittlungserfolg sei ein solches Vorgehen unnötig gewesen. Die Durchsuchung hätte in Zusammenarbeit mit der Partei auch ohne Abschaltung sämtlicher Server durchgeführt werden können.

Unbekannte Dritte sollen im vergangenen April in einer frei zugänglichen Textablage auf der IT-Infrastruktur der Partei einen kryptografischen SSH-Schlüssel abgelegt haben. Dieser hätte für einen Angriff auf einen Server des französischen Energiekonzerns EDF verwendet werden können, so die Begründung der Behörden.

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