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Papst Franziskus empfängt US-Vizepräsident Vance – Ärger um Kolosseumsbesuch

carvit56 (CC0), Pixabay
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Papst Franziskus hat am Ostersonntag US-Vizepräsident J.D. Vance zu einem kurzen Gespräch im Vatikan empfangen. Das Treffen fand im Gästehaus Santa Marta statt, wo das 88-jährige Oberhaupt der katholischen Kirche nach seiner kürzlichen Krankenhausentlassung wieder residiert. Ein Sprecher des Vatikans bestätigte die Begegnung.

Bereits am Vortag hatte sich Vance mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, der Nummer zwei des Vatikanstaats, getroffen. Der enge Vertraute von Präsident Donald Trump verbringt die Osterfeiertage gemeinsam mit seiner Familie in Rom. Vance war im Jahr 2019 zur katholischen Kirche übergetreten.

Franziskus übt Kritik an US-Migrationspolitik

Der Papst hatte sich erst im Februar in einem Brief an die US-Bischöfe erneut kritisch zur Einwanderungspolitik der Trump-Regierung geäußert. Er sprach sich entschieden gegen die Diskriminierung von Migranten und Geflüchteten aus – ein wiederkehrendes Thema in seinen öffentlichen Stellungnahmen.

Seit seiner schweren Lungenentzündung empfängt Papst Franziskus nur sehr ausgewählte Gäste. Neben Vance hatte er seit seiner Entlassung aus dem Krankenhaus lediglich König Charles III. und Königin Camilla zu einer Audienz begrüßt.

Empörung beim Kolosseum-Besuch

Abseits der Gespräche im Vatikan sorgte der Besuch von J.D. Vance in Rom für Unmut. Wegen eines geplanten Besichtigungstermins im Kolosseum wurde das weltberühmte Wahrzeichen am Samstag mehr als zwei Stunden früher als üblich geschlossen – sehr zum Ärger der zahlreichen Besucherinnen und Besucher.

Schande, lasst uns rein!“, riefen verärgerte Touristinnen und Touristen, die vergeblich auf Einlass warteten. Die Situation eskalierte weiter, als bekannt wurde, dass Vance den Besuch kurzfristig abgesagt hatte – stattdessen erschien lediglich seine Ehefrau.

Viele Gäste berichteten, sie hätten keine Rückerstattung für bereits bezahlte Tickets erhalten – der Frust war entsprechend groß. Die römische Tourismusbehörde äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.

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