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Zu viele Krankenhäuser in Leipzig?

Kaufdex (CC0), Pixabay
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Leipzig hat derzeit je nach Zählweise etwa 10 bis 14 Akutkrankenhäuser und Fachkliniken. Zu den größten gehören unter anderem das Universitätsklinikum Leipzig, das Klinikum St. Georg, das St. Elisabeth-Krankenhaus Leipzig, das Evangelische Diakonissenkrankenhaus, das Herzzentrum Leipzig sowie mehrere Fach- und Rehabilitationskliniken.

Die wichtigere Frage lautet allerdings nicht, wie viele Krankenhäuser Leipzig hat, sondern wie viele die Stadt tatsächlich braucht.

Leipzig ist eher überversorgt

Mit rund 650.000 Einwohnern verfügt Leipzig über mehrere große Schwerpunkt- und Maximalversorger sowie zahlreiche Spezialkliniken. Allein das Klinikum St. Georg verfügt über mehr als 1.200 Betten.

Gesundheitsexperten vertreten seit Jahren die Auffassung, dass Deutschland insgesamt zu viele Krankenhausstandorte besitzt. Im internationalen Vergleich hat Deutschland deutlich mehr Krankenhäuser pro Einwohner als viele Nachbarländer. Gleichzeitig fehlen häufig Pflegekräfte und Ärzte.

Wahrscheinlich würden weniger Standorte ausreichen

Für eine Stadt wie Leipzig würden aus Sicht vieler Krankenhausplaner vermutlich drei bis fünf große Akutkrankenhäuser mit klaren Spezialisierungen ausreichen:

  • Ein Universitätsklinikum für Hochleistungsmedizin
  • Ein großer kommunaler Maximalversorger
  • Zwei bis drei Schwerpunktkliniken für regionale Versorgung
  • Ergänzend spezialisierte Fachkliniken (Herz, Orthopädie, Psychiatrie usw.)

Genau in diese Richtung geht die aktuelle Krankenhausreform: weniger Doppelstrukturen, dafür stärkere Spezialisierung und Konzentration komplizierter Eingriffe auf weniger Standorte.

Das eigentliche Problem

Leipzig leidet weniger unter einem Mangel an Krankenhäusern als unter den gleichen Problemen wie viele andere Städte:

  • Fachkräftemangel
  • steigende Kosten
  • Investitionsstau
  • wirtschaftlicher Druck auf einzelne Kliniken

Deshalb diskutiert man heute nicht mehr primär über den Bau neuer Krankenhäuser, sondern über die Frage, welche Standorte langfristig wirtschaftlich und medizinisch sinnvoll betrieben werden können. Das zeigt auch die schwierige finanzielle Situation einzelner großer Leipziger Kliniken in den vergangenen Jahren.

Kurz gesagt: Leipzig hat heute wahrscheinlich eher mehr Krankenhauskapazitäten als zwingend notwendig wären. Das eigentliche Problem ist nicht die Anzahl der Häuser, sondern deren Finanzierung, Spezialisierung und Personalausstattung.

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