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Demichelis startet in Leipzig mit einem Problem: Er ist nicht Ole Werner

jorono (CC0), Pixabay
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Der Trainerwechsel wirft mehr Fragen als Antworten auf

RB Leipzig hat Ole Werner entlassen.

Das allein wäre im modernen Profifußball noch keine Schlagzeile wert. Bemerkenswert ist vielmehr, dass Werner gehen musste, obwohl er die ihm vorgegebenen Saisonziele erreicht hatte.

Für viele Fans bleibt deshalb bis heute unklar, welches Problem eigentlich gelöst werden sollte.

Genau deshalb beginnt die Amtszeit von Martín Demichelis unter besonderen Vorzeichen.

Denn der Argentinier übernimmt nicht einfach nur einen Trainerposten.

Er übernimmt einen Trainerposten, dessen Vorgänger die Erwartungen erfüllt hatte.

Der Vergleich mit Werner beginnt sofort

In Leipzig wird Demichelis nicht an seinen Erfolgen auf Mallorca gemessen werden.

Nicht an seiner Vergangenheit als Spieler.

Und auch nicht an seinem Ruf in Südamerika.

Er wird an Ole Werner gemessen werden.

Jeder Punktverlust.

Jede Niederlage.

Jede taktische Entscheidung.

Alles wird automatisch mit der Arbeit seines Vorgängers verglichen werden.

Das ist die direkte Folge einer Entlassung, die viele Beobachter bis heute nicht nachvollziehen können.

Wer einen erfolgreichen Trainer entlässt, erhöht automatisch die Erwartungen an dessen Nachfolger.

Die Fans werden genau hinschauen

Die Leipziger Fanszene hat in den vergangenen Monaten genug Unruhe erlebt.

Sportliche Rückschläge.

Trainerdiskussionen.

Transfergerüchte.

Verunsicherung auf vielen Ebenen.

Deshalb wird Demichelis von Beginn an unter besonderer Beobachtung stehen.

Nicht weil ihm die Anhänger grundsätzlich ablehnend gegenüberstehen.

Sondern weil viele wissen wollen, warum dieser Wechsel überhaupt notwendig war.

Der neue Trainer bekommt deshalb keine Schonfrist.

Er bekommt eine Bewährungsprobe.

Das größere Problem sitzt derzeit nicht auf der Trainerbank

Dabei droht eine wichtige Erkenntnis verloren zu gehen:

RB Leipzig braucht momentan nicht in erster Linie einen neuen Trainer.

RB Leipzig braucht positive Schlagzeilen.

Und zwar dringend.

Die Diskussionen um Werner und Demichelis haben die Aufmerksamkeit von einem viel wichtigeren Thema abgelenkt:

Dem Kader.

Denn selbst der beste Trainer der Welt kann nicht dauerhaft erfolgreich arbeiten, wenn das Umfeld permanent von Unsicherheit geprägt ist.

Jetzt sind die Verantwortlichen gefragt

Die Fans erwarten nicht nur einen neuen Coach.

Sie erwarten Signale.

Überzeugende Neuverpflichtungen.

Klare Perspektiven.

Und vor allem die Botschaft, dass RB Leipzig weiterhin zu den ambitioniertesten Projekten der Bundesliga gehört.

Nach Wochen der Diskussionen über Trainerfragen wäre es an der Zeit, endlich wieder über sportliche Verstärkungen zu sprechen.

Diomande wäre das wichtigste Signal

Von besonderer Bedeutung ist dabei die Zukunft von Diomande.

Sein Verbleib wäre weit mehr als nur eine Personalentscheidung.

Er wäre ein Symbol.

Ein Symbol dafür, dass Leipzig weiterhin in der Lage ist, Topspieler zu halten und nicht ausschließlich als Durchgangsstation für größere Vereine wahrgenommen wird.

Gerade nach der Entlassung von Werner wäre ein Verbleib Diomandes ein wichtiges Signal an Fans, Mannschaft und Konkurrenz.

Demichelis braucht einen guten Start

Am Ende wird natürlich auch Demichelis an Ergebnissen gemessen werden.

Das gehört zum Geschäft.

Doch sein Erfolg hängt nicht allein von ihm ab.

Leipzig braucht jetzt Ruhe.

Leipzig braucht einen klaren Plan.

Und Leipzig braucht positive Nachrichten auf dem Transfermarkt.

Denn solange über Trainerwechsel, Unsicherheit und offene Personalfragen gesprochen wird, bleibt das eigentliche Problem bestehen:

RB Leipzig wirkt derzeit wie ein Verein, der seine Richtung sucht.

Demichelis soll diese Richtung vorgeben.

Die Vereinsführung muss nun dafür sorgen, dass er dafür auch die richtigen Voraussetzungen erhält.

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