Die Oscar-prämierte Filmeditorin Marcia Lucas, die maßgeblich zum Erfolg der ursprünglichen „Star Wars“-Trilogie beitrug, ist im Alter von 80 Jahren gestorben. Wie ihre Familie mitteilte, erlag sie am Mittwoch in ihrem Haus im kalifornischen Rancho Mirage einer Krebserkrankung. Sie war von ihren Angehörigen umgeben.
Marcia Lucas gilt als eine der einflussreichsten Cutterinnen der Filmgeschichte. Besonders ihre Arbeit an dem ersten „Star Wars“-Film von 1977, der später den Titel „Krieg der Sterne – Eine neue Hoffnung“ erhielt, brachte ihr gemeinsam mit Richard Chew und Paul Hirsch den Oscar für den besten Filmschnitt ein.
Obwohl sie meist im Hintergrund arbeitete, wird ihr von Filmhistorikern und Weggefährten ein entscheidender Anteil am Erfolg der frühen „Star Wars“-Filme zugeschrieben. Ihre Schnittarbeit verlieh den Filmen emotionale Tiefe, erzählerische Klarheit und den Rhythmus, der die Weltraumsaga zu einem weltweiten Phänomen machte.
George Lucas hatte mehrfach betont, wie wichtig ihre Arbeit insbesondere bei der komplexen Endsequenz rund um den Angriff auf den Todesstern gewesen sei. Die Herausforderung bestand darin, zahlreiche Handlungsstränge und Dialogszenen zu einer spannenden und verständlichen Geschichte zusammenzuführen.
Geboren wurde Marcia Griffin 1945 im kalifornischen Modesto. Nach ersten Tätigkeiten in Filmarchiven entwickelte sie sich zu einer der angesehensten Editorinnen Hollywoods. Nach ihrer Heirat mit George Lucas im Jahr 1969 arbeitete sie an mehreren seiner frühen Filme mit, darunter „THX 1138“ und „American Graffiti“, für den sie bereits eine Oscar-Nominierung erhielt.
Darüber hinaus war sie an mehreren bedeutenden Filmen von Martin Scorsese beteiligt, darunter „Alice lebt hier nicht mehr“, „Taxi Driver“ und „New York, New York“.
Später wirkte sie auch an „Das Imperium schlägt zurück“ (1980) und „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ (1983) mit.
Nach der Scheidung von George Lucas im Jahr 1983 zog sie sich zunehmend aus dem Rampenlicht zurück. Dennoch blieb ihr Einfluss auf die Filmbranche unbestritten.
Lucasfilm erklärte, man sei „zutiefst traurig“ über die Nachricht ihres Todes. Schauspieler Mark Hamill, der als Luke Skywalker weltberühmt wurde, würdigte sie als lebenslange Freundin und außergewöhnliche Künstlerin.
Ihre Familie erklärte, Marcia Lucas habe nicht nur das Kino geprägt, sondern auch das Leben der Menschen um sie herum bereichert. Ihre Arbeit sei von Menschlichkeit, emotionaler Intelligenz und einem außergewöhnlichen Gespür für Geschichten geprägt gewesen.
Mit Marcia Lucas verliert Hollywood eine der wichtigsten Filmeditorinnen seiner Geschichte – eine Frau, deren Einfluss auf das moderne Kino weit über die „Star Wars“-Filme hinausreicht
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