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OpenAI verschiebt Börsengang? Die Billion wartet geduldig …

Alexas_Fotos (CC0), Pixabay
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Wer kennt das nicht? Man möchte eigentlich an die Börse gehen, doch leider ist der Markt gerade nicht bereit, den eigenen Traumpreis zu bezahlen. Also wartet man eben. Genau diese Luxusprobleme scheint derzeit auch OpenAI zu haben.

Wie die New York Times berichtet, denkt der ChatGPT-Entwickler darüber nach, seinen ursprünglich für die zweite Jahreshälfte geplanten Börsengang auf das kommende Jahr oder sogar noch später zu verschieben. Der Grund klingt fast schon rührend: Die Börse spielt einfach nicht mit.

Während Technologieaktien zuletzt kräftig Federn lassen mussten und Anleger wieder entdeckt haben, dass Bewertungen auch etwas mit Gewinnen zu tun haben könnten, sollen Berater die OpenAI-Führung vor zu viel Optimismus gewarnt haben. Offenbar könnte es schwierig werden, genügend Investoren zu finden, die bereit sind, den gewünschten Preis zu bezahlen.

Besonders spannend ist dabei die offenbar diskutierte Alternative: Entweder den Börsengang bis 2027 verschieben, um die von OpenAI-Chef Sam Altman angestrebte Bewertung von einer Billion US-Dollar zu erreichen – oder die Bewertung einfach etwas realistischer ansetzen.

Doch Realismus scheint derzeit keine bevorzugte Option zu sein. Nach Informationen der Zeitung kommt ein Abschlag auf die magische Billion für Altman offenbar nicht infrage. Warum auch? Wenn die Wirklichkeit nicht zur Wunschbewertung passt, muss sich eben die Wirklichkeit noch etwas gedulden.

Eine Billion Dollar – das ist eine Zahl mit zwölf Nullen. Für viele Unternehmen wäre bereits die Hälfte davon ein Grund zum Feiern. Offenbar gilt in der Welt der künstlichen Intelligenz inzwischen jedoch das Motto: Unter einer Billion steigen wir gar nicht erst aus dem Serverraum.

Natürlich spricht vieles dafür, dass OpenAI langfristig zu den bedeutendsten Technologieunternehmen der Welt gehören könnte. Die Produkte haben den KI-Markt revolutioniert und Millionen Menschen nutzen ChatGPT täglich. Doch selbst die beste Technologie muss sich irgendwann den Gesetzen der Kapitalmärkte stellen – und diese kennen leider weder Prompt Engineering noch Halluzinationen.

Bis dahin bleibt Anlegern nichts anderes übrig, als sich in Geduld zu üben. Vielleicht ist die Börse 2027 ja endlich bereit, die Billion zu akzeptieren. Und falls nicht? Nun, künstliche Intelligenz ist schließlich dafür bekannt, geduldig zu lernen.

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