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OpenAI serviert Microsoft ab: Vom Lieblingsinvestor zum Premium-Mieter

sipa (CC0), Pixabay
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Kurz vor dem erwarteten Börsengang macht OpenAI das, was im Silicon Valley fast schon als olympische Disziplin gilt:
Erst Milliarden kassieren, dann die Exklusivität entsorgen.

Der ChatGPT-Entwickler beendet die exklusive Partnerschaft mit Microsoft – jenem Konzern, der OpenAI früh mit Geld, Rechenleistung und strategischer Rückendeckung versorgt hat. Künftig darf OpenAI seine Produkte also auch an andere Cloud-Giganten verkaufen, also etwa an Amazon Web Services oder Google.

Mit anderen Worten:
Aus der großen KI-Liebe wird eine offene Beziehung mit Konzernfreigabe.

Microsoft zahlt Milliarden – OpenAI entdeckt plötzlich die Freiheit

Microsoft hat mehr als 13 Milliarden Dollar in OpenAI investiert und dem Unternehmen damit genau das geliefert, was jedes hungrige KI-Start-up braucht:
Geld, Rechenzentren und die Möglichkeit, die Welt mit Chatbots zu fluten.

Als Gegenleistung bekam Microsoft bisher privilegierten Zugriff auf die Technologie. Das war praktisch: Während andere noch über KI redeten, konnte Microsoft seine Produkte längst mit künstlicher Intelligenz aufhübschen und sich als digitaler Zukunftsretter inszenieren.

Jetzt heißt es plötzlich:
Danke für die Milliarden, aber wir möchten künftig auch mit euren größten Konkurrenten kuscheln.

Exklusivität weg, Lizenz bleibt – Trostpreis bis 2032

Ganz leer geht Microsoft allerdings nicht aus.
Der Konzern bleibt „vorrangiger Anbieter“ von Cloud-Diensten und darf OpenAI-Technologie über eine Lizenzvereinbarung bis 2032 weiter nutzen.

Klingt ein bisschen wie:
Du bist nicht mehr die große Liebe, aber du darfst weiter auf die Familienfeiern kommen.

Besonders pikant: Microsoft muss künftig offenbar keine Umsatzbeteiligung mehr an OpenAI zahlen. Das klingt zunächst wie ein Vorteil – ist aber vor allem ein Zeichen dafür, dass die Beziehung neu sortiert wird: weniger Bindung, mehr Distanz, mehr Börsenreife.

850 Milliarden Bewertung – und plötzlich gelten andere Regeln

Bei einer kolportierten Gesamtbewertung von 850 Milliarden Dollar spielt OpenAI inzwischen ohnehin in einer Liga, in der alte Loyalitäten schnell von neuen Marktchancen überrollt werden.

Wer kurz vor dem Börsengang steht, denkt eben nicht mehr in Partnerschaften, sondern in Kategorien wie:

  • maximale Vermarktung,
  • breitere Vertriebswege,
  • höhere Unabhängigkeit,
  • und natürlich:
    Wie holt man aus dem Hype noch ein paar Milliarden extra raus?

Fazit

Microsoft hat OpenAI mit groß gemacht.
OpenAI bedankt sich – und öffnet nun die Tür für Amazon und Google.

Oder kürzer:
Erst war Microsoft der Retter. Jetzt ist Microsoft vor allem ein sehr gut zahlender Ex mit Restzugang bis 2032.

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