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OpenAI plant die Weltherrschaft – ChatGPT soll jetzt alles können

geralt (CC0), Pixabay
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Lange Zeit war ChatGPT einfach nur ein Chatbot.

Eine gefährliche Untertreibung, wie sich nun herausstellt.

Denn laut Medienberichten plant OpenAI den bisher größten Umbau seiner KI-Plattform. ChatGPT soll künftig nicht nur Fragen beantworten, sondern gleich eine komplette „Super-App“ werden.

Wer bislang glaubte, ChatGPT sei zum Schreiben von Texten da, hat die Rechnung offenbar ohne die Produktmanager gemacht.

Vom Chatbot zur digitalen Großmacht

Die neue Strategie ist einfach:

Wenn die Nutzer schon den ganzen Tag im Internet unterwegs sind, warum sollten sie das noch woanders tun?

Künftig soll ChatGPT programmieren, Bilder erzeugen, Reisen buchen, Designs erstellen, Geschäftsideen entwickeln, Präsentationen bauen und vermutlich irgendwann auch den Kühlschrank nachbestellen.

Branchenbeobachter rechnen damit, dass ChatGPT demnächst fragt:

„Möchtest du wirklich noch selbst denken oder soll ich das übernehmen?“

Das Internet wird zum Einzimmer-Appartement

OpenAI verfolgt damit einen klaren Plan.

Früher öffnete man verschiedene Webseiten.

Heute öffnet man ChatGPT.

Morgen öffnet man vermutlich ChatGPT, um andere ChatGPT-Funktionen innerhalb von ChatGPT zu starten.

Die Vision scheint eindeutig:

Eine einzige App für alles.

Google wird nervös.

Canva wird nervös.

Booking.com wird nervös.

Und manche Nutzer fragen sich inzwischen, ob ChatGPT demnächst auch den Hund ausführt.

Geschäftskunden werden zur Goldgrube

Besonders interessant sind für OpenAI mittlerweile Unternehmen.

Während Privatnutzer begeistert Gedichte über Katzen schreiben lassen oder Einkaufslisten generieren, bringen Firmenkunden deutlich mehr Geld.

Bereits heute stammen rund 40 Prozent der Einnahmen von Geschäftskunden.

Bis Jahresende sollen es 50 Prozent werden.

Übersetzt bedeutet das:

Die KI lernt immer besser, wie Unternehmen funktionieren.

Was könnte da schon schiefgehen?

Codex soll zum digitalen Wunderkind werden

Auch das Programmierwerkzeug Codex erhält ein umfangreiches Upgrade.

Programmierer dürfen sich darauf freuen, dass künftig nicht nur der Chef, sondern auch die KI fragt:

„Bist du wirklich sicher, dass dieser Fehler kein Feature ist?“

Der Weg Richtung Börse

Hinter der großen Transformation steckt natürlich ein bekanntes Ziel:

Mehr Umsatz.

Mehr Nutzer.

Mehr Wachstum.

Und irgendwann ein möglicher Börsengang.

Denn nichts begeistert Investoren mehr als ein Unternehmen, das verspricht, gleichzeitig Suchmaschine, Reisebüro, Designer, Programmierer, Assistent, Berater und Gesprächspartner zu sein.

Fazit

ChatGPT entwickelt sich Schritt für Schritt von einem KI-Chatbot zur digitalen Schweizer Taschenmesser-Version des Internets.

Die gute Nachricht:

900 Millionen Menschen nutzen die Plattform bereits jede Woche.

Die schlechte Nachricht:

Sollte der Ausbau in diesem Tempo weitergehen, könnte ChatGPT demnächst auch noch die Steuererklärung machen, den Urlaub buchen, die Schwiegermutter beruhigen und erklären, warum das WLAN wieder nicht funktioniert.

Die Zukunft ist also gesichert.

Zumindest solange niemand auf die Idee kommt, eine noch größere Super-App zu bauen.

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