Bei Michael Olise läuft es sportlich beim FC Bayern weiter rund, privat muss der Offensivstar nun aber offenbar den schwersten Gang eines Münchner Spitzenverdieners antreten: den Auszug aus einer Luxusvilla.
Hintergrund ist laut Bericht die Kündigung durch Jérôme Boateng. Der frühere Weltmeister möchte sein exklusives Anwesen nun endgültig verkaufen. Die Bauhaus-Villa war zwischenzeitlich an Olise vermietet, doch damit ist bald Schluss. Bis Ende August muss der 24-Jährige die Immobilie räumen.
Für normale Mieter klingt das zunächst nach Alltag: Kisten packen, Möbel schleppen, Internet ummelden, hoffen, dass der Nachmieter die Macke im Parkett nicht sieht. Für einen Bayern-Star bedeutet es vermutlich eher: Der Umzugsservice kommt, der Innenarchitekt weint leise, und irgendwo fragt jemand, ob der begehbare Kleiderschrank eigentlich als eigene Wohneinheit zählt.
Besonders bitter für Olise: Die bisherige Luxus-Bleibe lag nur gut zehn Minuten vom Trainingsgelände an der Säbener Straße entfernt. Zehn Minuten! In München ist das kein Arbeitsweg, das ist ein Geschenk des Himmels mit Tiefgarage. Andere Menschen stehen auf dem Mittleren Ring länger im Stau, nur um festzustellen, dass sie sich in derselben Straße noch keinen Meter bewegt haben.
Die Villa bot offenbar alles, was man braucht, wenn man morgens nicht einfach „aufsteht“, sondern stilvoll in den Tag gleitet. Exklusive Ausstattung, viel Platz, Privatsphäre und vermutlich mehr Quadratmeter als manche Münchner Wohnanlage mit zwölf Parteien und gemeinsamem Fahrradkeller.
Für Olise bedeutet der Auszug also nicht nur einen Wohnungswechsel, sondern den Abschied von maximalem Komfort. Künftig könnte der Weg zum Training länger dauern. Vielleicht elf Minuten. Vielleicht sogar zwölf. Man möchte sich das Drama kaum vorstellen.
Während normale Wohnungssuchende in München bei „helles Zimmer, zentrale Lage, 1.800 Euro kalt“ schon nervös den Dispo prüfen, dürfte Olise eher vor der Frage stehen: Villa mit Pool oder Penthouse mit Alpenblick? Garage für zwei Autos oder lieber fünf? Nähe zur Säbener Straße oder doch etwas mehr Abstand zum nächsten Mannschaftsabend?
Boateng wiederum scheint nun endgültig einen Käufer für das Anwesen finden zu wollen. Nach längerer Suche soll die Immobilie offenbar nicht länger nur vermietet, sondern verkauft werden. Für Olise heißt das: raus aus der Komfortzone – beziehungsweise aus der sehr teuren, sehr geschmackvollen Komfortzone mit vermutlich mehr Glasfront als ein Autohaus.
Natürlich wird der Bayern-Star kaum unter der Brücke schlafen müssen. Die Münchner Luxusimmobilienwelt dürfte für einen Spieler seines Formats noch das eine oder andere passende Objekt bereithalten. Trotzdem bleibt der Vorgang bemerkenswert: Selbst beim FC Bayern ist man offenbar nicht vor Kündigungsschreiben sicher.
Die gute Nachricht: Olise muss nur umziehen, nicht den Verein wechseln. Die schlechte Nachricht: In München eine neue Top-Unterkunft zu finden, ist manchmal komplizierter als ein Champions-League-Auswärtsspiel bei Regen.
Bis Ende August bleibt ihm nun Zeit, sein Luxusleben neu zu sortieren. Und vielleicht lernt er dabei eine Wahrheit kennen, die viele Münchner schon lange kennen: Der Wohnungsmarkt ist härter als jedes Pressing.
Kommentar hinterlassen