Startseite Allgemeines NFL-Prognosen 2026: Wie jedes Jahr wissen alle schon im Mai ganz genau, wer den Super Bowl gewinnt
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NFL-Prognosen 2026: Wie jedes Jahr wissen alle schon im Mai ganz genau, wer den Super Bowl gewinnt

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Die NFL-Saison 2026 hat noch nicht einmal begonnen, aber selbstverständlich stehen die ersten Experten bereits bereit, um mit maximaler Überzeugung Vorhersagen zu treffen, die spätestens im Oktober komplett absurd aussehen werden.

Ganz vorne sehen viele erneut die Baltimore Ravens. Trotz Trainerwechsel, Personalumbau und üblicher NFL-Dramatik soll Baltimore weiter die AFC dominieren. Der neue Coach Jesse Minter wird bereits vorsichtig als Mischung aus Genie und Football-Messias gehandelt. Immerhin hat das Team noch Lamar Jackson, was in NFL-Analysen inzwischen ungefähr als universelle Antwort auf alles gilt.

Die Cincinnati Bengals wiederum sollen plötzlich heimlich wieder Titelkandidat sein. Grund dafür: Joe Burrow lebt noch, Ja’Marr Chase fängt weiter alles und die Defense wurde mit genügend neuen Namen aufgefüllt, damit Analysten optimistisch klingen können.

Weniger rosig sieht es angeblich für die Pittsburgh Steelers aus. Nach Mike Tomlins Rücktritt endet möglicherweise eine Ära ohne negative Bilanz. Stattdessen experimentiert Pittsburgh offenbar mit der Idee, Aaron Rodgers und Mike McCarthy gemeinsam altern zu lassen. Wissenschaftler beobachten das Projekt mit Interesse.

Die Cleveland Browns bleiben unterdessen die Cleveland Browns. Neuer Trainer, neue Hoffnung, neue Quarterback-Fragezeichen. Ob Deshaun Watson, Shedeur Sanders oder irgendein anderer Verzweifelter spielt, scheint laut Experten ohnehin kaum einen Unterschied zu machen.

In der AFC East erleben die Patriots plötzlich wieder so etwas wie Optimismus. Drake Maye bekommt neue Waffen, die Jets bleiben die Jets und Miami hat vorsorglich fast die halbe Mannschaft zerlegt. Die Dolphins wirken derzeit wie ein Team, das aktiv versucht, den Draft 2027 zu gewinnen.

Die Kansas City Chiefs dagegen stehen laut Prognosen plötzlich nur noch bei 9-8. Patrick Mahomes existiert zwar weiterhin, aber offenbar reicht das inzwischen nicht mehr automatisch für 14 Siege und drei Superbowl-Auftritte gleichzeitig.

In der NFC wird Seattle als neuer Super-Bowl-Favorit gehandelt – hauptsächlich weil sich am Kader fast nichts verändert hat. Im Football nennt man das Stabilität, im normalen Leben wäre es vermutlich „wir hatten keine Zeit“.

Die Rams gelten ebenfalls als Titelkandidat, weil Matthew Stafford offenbar beschlossen hat, einfach nie alt zu werden. San Francisco bleibt gefährlich, solange nicht wieder gleichzeitig 37 Spieler verletzt ausfallen.

Die Arizona Cardinals hingegen werden bereits im Mai freundlich Richtung Draftlotterie verabschiedet. Drei Siege sollen drin sein. Vielleicht vier, falls jemand vergisst anzutreten.

Besonders faszinierend bleibt wie immer die jährliche NFL-Logik: Teams, die letztes Jahr katastrophal waren, gelten plötzlich als „spannende Überraschungskandidaten“, während erfolgreiche Teams „vor einem schwierigen Umbruch“ stehen. Und irgendwo dazwischen hoffen Cowboys-Fans erneut, dass diesmal wirklich alles anders wird. Natürlich völlig rational.

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