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Neues Hochwasser droht – Texas kämpft mit Folgen der Flutkatastrophe

icecubon (CC0), Pixabay
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Eine Woche nach den verheerenden Überschwemmungen in Texas, bei denen über 120 Menschen ums Leben kamen und zahlreiche weitere vermisst werden, droht am Wochenende neues Ungemach: Laut dem US-Wetterdienst besteht erneut ein hohes Risiko für Starkregen und Überschwemmungen in Teilen von Texas, Oklahoma und New Mexico. Besonders betroffen ist der Norden des Bundesstaates, wo sich zuletzt tragische Szenen abgespielt hatten.

Trump vor Ort – Flut und FEMA im politischen Fokus

US-Präsident Donald Trump reist heute persönlich in die Krisenregion rund um Kerrville, um sich ein Bild der Lage zu machen. Begleitet wird er u.a. von First Lady Melania Trump, Heimatschutzministerin Kristi Noem und Gouverneur Greg Abbott. Bei seinem Besuch will Trump betroffene Familien treffen und den Einsatzkräften danken.

Gleichzeitig steht die Rolle der Katastrophenschutzbehörde FEMA politisch unter Druck. Trump hatte angekündigt, FEMA nach der Hurrikansaison „verschwinden“ zu lassen – inzwischen ist von einer Reform die Rede. Der demokratische Abgeordnete Jared Moskowitz forderte eine Untersuchung: CNN hatte berichtet, dass neue Sparvorgaben des Heimatschutzministeriums die Einsatzbereitschaft von FEMA deutlich behindert hätten.

Staatliche Hilfe angelaufen – Milliarden an Spenden

Der texanische Gouverneur Greg Abbott meldete inzwischen Fortschritte bei der Bundeshilfe: Zahlreiche Landkreise wurden in das Katastrophenhilfsprogramm aufgenommen. Neben direkten Hilfsgeldern für betroffene Familien steht nun auch Geld für den Wiederaufbau öffentlicher Infrastruktur bereit.

Zusätzlich wurden mehr als 30 Millionen Dollar an privaten Spenden für den Wiederaufbau gesammelt – darunter durch die „Community Foundation of the Texas Hill Country“. Erste Auszahlungen laufen bereits. Auch Hilfsorganisationen wie Mercy Chefs oder das Rote Kreuz verteilen Mahlzeiten und Notfallhilfe in der Region.

Kritik an Warnsystem – neue Ausschüsse tagen

Ein zentraler Kritikpunkt bleibt die mangelhafte Warninfrastruktur in Kerr County: Frühwarnsysteme wie Sirenen oder Hochwassersensoren waren teils unvollständig oder defekt. Berichte zeigen, dass frühere Anträge auf den Ausbau von Alarmanlagen aus Kostengründen abgelehnt wurden. Der texanische Landtag richtet nun zwei Sonderausschüsse ein, die ab dem 21. Juli über Verbesserungen im Katastrophenschutz beraten sollen.

Betroffene vor Ort – Trauer und Neuanfang

Viele Gemeinden entlang des Guadalupe River beginnen mit dem Wiederaufbau – teils mit bloßen Händen. Ehrenamtliche und Bewohner räumen auf, errichten Gedenkstätten und helfen Nachbarn. Zahlreiche Geschichten über persönliche Schicksale, verpasste Warnungen und mutige Rettungen prägen die kollektive Erinnerung an die Katastrophe.

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