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Bad Bunny bringt Millionen nach Puerto Rico – Konzert-Residency als Wirtschaftsmotor

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Wenn Pop-Superstar Bad Bunny heute Abend seine Konzertreihe „No Me Quiero Ir De Aquí“ startet, bedeutet das nicht nur Musikgenuss für seine Fans – sondern auch ein kräftiges Konjunkturpaket für Puerto Rico.

Insgesamt 30 Auftritte über zwei Monate hinweg im Coliseo de Puerto Rico in San Juan – in einer Zeit, die sonst als tourismusschwach gilt. Doch der gebürtige Puerto Ricaner Benito Antonio Martínez Ocasio sorgt mit seiner Megashow für einen regelrechten Besucheransturm: Laut der Tourismusbehörde Discover Puerto Rico werden rund 600.000 Fans allein wegen der Konzertreihe auf die Insel reisen – doppelt so viele wie sonst.

Tourismus-Boom dank Bad Bunny

Bereits sechs Monate vor dem ersten Auftritt waren Hotels ausgebucht, deutlich früher als in den sonst eher spontan gebuchten Sommermonaten. Im Juli und August liegt die Hotelauslastung derzeit 70 % über dem Vorjahresniveau, im September sind die Buchungen 20 % höher als 2024. Flugbuchungen nach Puerto Rico stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 12 %, die Ticketpreise zogen um 14 % an.

JetBlue, größte Airline auf der Insel, sprang sofort als Sponsor ein – auch für das angeschlagene Unternehmen eine strategisch wichtige Partnerschaft. Die meisten Fans reisen laut Daten der Plattform Kayak aus New York, Florida und Kalifornien an.

Wirtschaftlicher Impuls für die ganze Insel

Insgesamt wird der ökonomische Effekt der Residency auf rund 200 Millionen US-Dollar geschätzt – eine vorsichtige Zahl, da sie nur auf Hotelbuchungen über die Konzertveranstalter basiert. Private Buchungen über Plattformen wie Airbnb sind nicht eingerechnet.

Die Karten waren binnen Stunden ausverkauft, auf Plattformen wie StubHub werden sie inzwischen zu Preisen zwischen 300 und 5.000 US-Dollar gehandelt. Das Coliseo bietet pro Abend Platz für 18.500 Besucherinnen und Besucher. Das letzte Konzert findet am 14. September statt.

Nach Jahren wirtschaftlicher Krise könnte Bad Bunny dem Land nun etwas zurückgeben – und zwar nicht nur musikalisch.

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