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Neuer ICE-Chef gesucht: Trump setzt auf einen Mann, der Abschiebungen offenbar im Blut hat

GabrielDouglas (CC0), Pixabay
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Donald Trump hat wieder zugeschlagen – zumindest personell. Der US-Präsident will einen ehemaligen Marine und früheren Streifenpolizisten aus Oklahoma an die Spitze der Einwanderungsbehörde ICE setzen. Ein Name, den bislang selbst viele Mitarbeiter der Behörde vermutlich erst einmal googeln mussten.

Die Botschaft dahinter ist allerdings glasklar: Trump möchte keinen Verwaltungsbeamten, sondern einen Mann aus der Praxis. Einen, der lieber Einsatzstiefel trägt als Aktenordner sortiert.

In seiner typischen Begeisterung erklärte Trump, der Kandidat liebe die Männer und Frauen von ICE genauso sehr wie er selbst. Für Trump ist das offenbar eine ausreichende Qualifikation. Andere nennen so etwas ein Bewerbungsgespräch von ungefähr zwölf Sekunden.

Sollte der Senat zustimmen, übernimmt der Neue eine Behörde mit rund 22.000 Mitarbeitern und einem Milliardenbudget – sowie einer öffentlichen Beliebtheit irgendwo zwischen Steuerprüfung und Zahnarzt ohne Betäubung.

ICE steht seit Monaten massiv in der Kritik. Proteste, Demonstrationen und hitzige politische Debatten gehören inzwischen fast so selbstverständlich zum Behördenalltag wie Dienstmarke und Handschellen. Trump hingegen sieht genau darin den Beweis, dass härter durchgegriffen werden müsse.

Der Kandidat bringt dafür reichlich Erfahrung mit. Katastrophenschutz, Unruhen, Grenzsicherung und Zusammenarbeit mit lokalen Polizeibehörden – die Vita liest sich wie das Programm eines Actionfilms. Fehlt eigentlich nur noch, dass irgendwo ein Hubschrauber explodiert.

Im Heimatschutzministerium herrscht Zuversicht. Dort heißt es, der Neue komme „direkt aus dem operativen Einsatz“. Das klingt natürlich deutlich spannender als: „Er kennt den Weg zum Kopierer noch nicht.“

Ob der Senat den Kandidaten bestätigt, bleibt abzuwarten. Sollte es dazu kommen, dürfte klar sein: Die amerikanische Einwanderungspolitik wird kaum gemütlicher werden.

Oder anders gesagt: Wer gehofft hatte, bei ICE würde künftig der Kuschelkurs beginnen, dürfte gerade feststellen, dass stattdessen offenbar die nächste Staffel von „Law & Order: Abschiebungseinheit“ produziert wird.

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