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Trump-Konten für Kinder: Neue Sparmöglichkeit oder nur ein weiteres Finanzprodukt?

TheDigitalArtist (CC0), Pixabay
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Ab dem 4. Juli können Eltern in den USA sogenannte Trump Accounts für ihre Kinder eröffnen. Das neue staatlich unterstützte Sparmodell richtet sich an Familien mit Kindern, die zwischen 2025 und 2028 geboren wurden. Der Staat zahlt zum Start 1.000 US-Dollar ein und möchte damit den langfristigen Vermögensaufbau fördern.

Doch Experten warnen davor, sich allein von diesem Bonus blenden zu lassen. Entscheidend sei nicht die staatliche Anschubfinanzierung, sondern die Frage, welches Sparmodell tatsächlich zu den eigenen Zielen passt.

Wofür eignen sich Trump Accounts?

Die Konten sind als langfristige Anlage gedacht. Eltern, Großeltern, Freunde oder sogar Arbeitgeber können gemeinsam bis zu 5.000 Dollar pro Jahr einzahlen. Das Geld wird investiert und soll über viele Jahre wachsen.

Ein großer Vorteil: Anders als bei manchen anderen Vorsorgeformen muss das Kind kein eigenes Einkommen haben, damit Beiträge eingezahlt werden können.

Allerdings gibt es Einschränkungen: Vor dem 18. Lebensjahr ist das Geld grundsätzlich nicht verfügbar. Danach gelten ähnliche Regeln wie bei einer klassischen Altersvorsorge. Wer das Geld vor dem regulären Rentenalter entnimmt, muss die Auszahlung versteuern und zahlt in vielen Fällen zusätzlich eine Strafgebühr, sofern keine gesetzliche Ausnahme greift.

Welche Alternativen gibt es?

Finanzberater empfehlen deshalb, zunächst das eigentliche Sparziel festzulegen.

  • Für Ausbildung oder Studium gelten sogenannte 529-Bildungssparpläne meist als attraktiver. Sie bieten häufig steuerliche Vorteile und erlauben deutlich höhere Einzahlungen.
  • Für den langfristigen Vermögensaufbau kann ein Roth-IRA für Minderjährige sinnvoll sein – allerdings nur, wenn das Kind eigenes Einkommen erzielt. Dafür wachsen die Erträge später steuerfrei.
  • Depotkonten für Minderjährige bieten die größte Flexibilität. Das Geld kann später praktisch für jeden Zweck verwendet werden – etwa für den Führerschein, die erste Wohnung oder den Start ins Berufsleben. Dafür fallen jedoch weniger steuerliche Vorteile an.

Experten: Bonus allein reicht nicht

Finanzexperten halten den staatlichen Zuschuss von 1.000 Dollar zwar für attraktiv. Dennoch sollte niemand ausschließlich wegen dieses Bonus ein Trump Account eröffnen.

Wer ausschließlich für das Studium spart oder möglichst flexibel bleiben möchte, fährt mit anderen Anlageformen häufig besser.

Zeit bleibt der wichtigste Faktor

Unabhängig vom gewählten Modell sind sich Finanzberater in einem Punkt einig: Je früher mit dem Sparen begonnen wird, desto größer wirkt der Zinseszinseffekt.

Ein früh eröffnetes Konto mit regelmäßigen Einzahlungen kann über viele Jahre ein erhebliches Vermögen aufbauen. Der staatliche Startbonus ist dabei zwar ein angenehmer Einstieg – ersetzt aber keine langfristige Sparstrategie.

Fazit: Trump Accounts erweitern die Möglichkeiten für Familien in den USA. Sie sind insbesondere wegen der staatlichen Anschubfinanzierung interessant. Ob sie tatsächlich die beste Wahl sind, hängt jedoch von den individuellen Sparzielen ab. Bildung, Altersvorsorge oder maximale Flexibilität erfordern oft unterschiedliche Finanzprodukte.

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